Quarantäne im Hotel.

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Melbourne – Im Vorfeld der Australian Open wird es ein weiteres Tennis-Turnier ausschließlich für Spielerinnen geben, die derzeit wegen der strikten Quarantäne-Regeln nicht trainieren können. Das teilten die Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison am Sonntag mit. Damit finden vor den Australian Open nun drei Turniere bei den Damen und zwei Turniere sowie der ATP Cup bei den Herren statt. Die Australian Open sollen dann am 8. Februar in Melbourne beginnen.

72 Profis und Betreuer in Quarantäne

Weil es auf einigen Charterflügen nach Australien positive Fälle auf das Coronavirus gegeben hatte, befinden sich aktuell 72 Profis und Betreuer noch bis Ende Jänner in Quarantäne und dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen. Dazu zählt auch der Vorarlberger Doppelspezialist Philipp Oswald. Die übrigen Spielerinnen und Spieler dürfen für fünf Stunden am Tag aus ihren Zimmern und unter anderem da auch trainieren.

Durch den neuen Turnierplan vor den Australian Open verschiebt sich auch der Start des ATP Cups der Herren um einen Tag auf den 2. Februar. Das österreichische Team mit Dominic Thiem, Dennis Novak, Oswald und Tristan-Samuel Weissborn trifft dabei auf Italien und Frankreich. Alle sechs Veranstaltungen finden im Melbourne Park statt.

Noch neun positive Fälle

Unter den positiven Corona-Fällen im Vorfeld der Australian Open sind drei der britischen mutierten Variante herausgefiltert worden. Es gibt noch insgesamt neun Fälle, nachdem ein Fall rückgestuft wurde. Vier davon sollen Aktive sein, namentlich bekannt ist aber nur die Spanierin Paula Badosa. Die 14-tägige Quarantäne der 23-Jährigen begann erst später, womit ihr noch weniger Zeit zur Vorbereitung auf die Australian Open bleiben wird als den anderen.

Schlechte Aussichten hat auch Dajana Jastremska. Der Internationale Verband (ITF) hat das Ersuchen der Ukrainerin abgelehnt, ihre seit 7. Jänner laufende provisorische Dopingsperre aufzuheben. Die Causa liege beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Eine Urinprobe der 20-Jährigen vom 24. November 2020 enthielt Spuren des anabolen Steroids Mesterolon. Jastremska weist die Vorwürfe zurück. (APA/dpa, 24.1.2021)