Vor etwas weniger als einem Jahr (ja, es ist wirklich schon so lange her) haben sehr viele das Kochen und Backen wiederentdeckt. Zumindest haben uns viele mit mehr oder weniger schönen Fotos von ihren kulinarischen Kunstwerken auf Instagram oder via Whatsapp-Gruppe beglückt. Brotbacken zum Beispiel erreichte einen neuen Beliebtheitshöchstwert seit der Erfindung der Backmischung. Germ war ausverkauft. Alle schwärmten von den Vorteilen des Selberbackens.

Einige haben den Back- und Koch-Enthusiasmus beibehalten. Doch das Kochlöffelschwingen und Pfannenwenden kann einem schon auch gehörig auf die Nerven gehen. Vor allem, weil es kaum Alternativen gibt. Klar, Essen bestellen geht eh. Aber meistens bleibt es doch beim Selberkochen – egal, ob für einen allein oder für die Familie.

Brotbacken – neben Wohnen und Klatschen eines der neuen Hobbys der Österreicher und Österreicherinnen 2020.
Foto: Getty Images /Tom Merton

Dafür, die im Hamsterkauf erstandenen Dosen und Packerln von Wasauchimmer sinnvoll zu verbrauchen, bevor man sie in den Sondermüll werfen muss, eignen sich Kochpläne. Wer sich schon am Sonntagabend zusammenschreibt, was in der kommenden Woche gekocht wird, kann erstens besser und gezielter einkaufen gehen und Vorräte verbrauchen, und zweitens erspart man sich, stundenlang vor dem Kühlschrank zu sinnieren, was man heute kochen soll. Außerdem schafft man es so vielleicht, auch mal ein neues Rezept auszuprobieren. Wenn ich halbverhungert überlegen muss, was ich koche, koche ich immer das Gleiche.

Wenn es die Zeit zulässt und vor allem wenn man genügend Platz hat: Vorkochen ist für viele eine Möglichkeit, den täglichen Stress zu verringern. Egal, ob Sie Sugo in 30 kleine Gläschen abfüllen oder einfach mal doppelt so viel vom Mittag- oder Abendessen kochen, um am nächsten Tag nur was aufwärmen zu müssen. Wenn Sie mal was Neues probieren wollen, hier finden Sie jede Menge Tipps für Rezepte. (rom, 23.2.2021)