Der japanische Konzern Nintendo kann sich über einen neuen Verkaufsrekord freuen.

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Der Corona-Boom bei Nintendo geht weiter: Das vergangene Weihnachtsgeschäft hat die bisher besten Verkäufe der Spielekonsole Switch gebracht. Der japanische Spiele-Spezialist erhöhte nun seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zum zweiten Mal, nachdem die vorherigen Zielmarken schon nach neun Monaten überschritten wurden.

Insgesamt fast 80 Millionen verkaufte Konsolen

Schon seit Beginn der Pandemie läuft das Geschäft bei Nintendo deutlich besser: Die Menschen verbringen mehr Zeit zu Hause und mit Videospielen. Im Weihnachtsquartal wurden knapp 11,6 Millionen Switch-Konsolen gekauft. Dabei war es ein hart umkämpftes Vierteljahr auf dem Videospielemarkt: Auch Sony und Microsoft brachten neue Generationen ihrer Playstation- und Xbox-Konsolen heraus. Sie waren allerdings unter massiven Lieferengpässen schwer zu bekommen.

Insgesamt wurden seit dem Marktstart im März 2017 nun rund 80 Millionen Switch-Konsolen verkauft. Das schafft die Basis für einen starken Spiele-Absatz. Populärster Titel war zuletzt "Animal Crossing". Das Spiel, in dem man eine Insel mit animierten Figuren ausgestalten kann, wurde allein im Weihnachtsquartal gut 5,1 Millionen Mal gekauft.

26 Millionen verkaufte Geräte

Der Umsatz in dem Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal stieg um 9,7 Prozent auf 634,9 Milliarden Yen (5 Mrd. Euro), wie Nintendo am Montag mitteilte. Beim Gewinn gab es einen Sprung von fast 22 Prozent auf 163,5 Milliarden Yen.

Nintendo rechnet für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr mit 26 Millionen verkauften Switch-Konsolen. Ursprünglich war die Marke von 19 Mio. angepeilt worden – schon bis Ende Dezember setzte Nintendo aber gut 24 Millionen ab.

Ähnlich ist es auch beim Umsatz: Die Jahresprognose wurde auf 1,6 Billionen Yen angehoben, nachdem die bereits nachgebesserte Vorhersage von 1,4 Billionen Yen bereits nach dem Weihnachtsquartal erreicht wurde. Nintendo stellt sich jetzt auf einen Jahresgewinn von 400 Milliarden Yen ein. 55 Prozent mehr als im vergangenen Geschäftsjahr. (APA/DPA 01.02.2021)