Noch sind die Strände der thailändischen Halbinsel Phuket fast menschenleer.

Foto: Reuters / Soe Zeya Tun

Am Flughafen landen fast nur regionale Airlines ...

Foto: AFP / ALEX OGLE

... und einheimische Touristen.

Foto: AFP / MLADEN ANTONOV

Wenige ausländische Reisende sind für einen Langzeitaufenthalt hier.

Foto: AFP / MLADEN ANTONOV

Noch bis Oktober haben Phukets Kinder viel Platz zum Spielen am Meer.

Foto: AFP / LILLIAN SUWANRUMPHA

Thailand, das bislang mit etwas mehr als 22.000 Corona-Fällen (Stand Anfang Februar) vergleichsweise gut durch die Krise kam, überlegt nun, wie es touristisch weitergehen soll. Lange Zeit ließ das Land gar keine oder nur sehr wenige Touristen herein. Diese mussten sich am Anfang ihres Langzeitaufenthaltes zu einer zweiwöchigen Quarantäne verpflichten. Zum Start der kommenden Hauptsaison im Herbst und Winter 2021 sollen sich die Bedingungen etwas verbessern.

Mit Impfung nach Phuket

Ab Oktober 2021 sollen Reisende mit Corona-Impfung ohne 14-tägige Quarantänepflicht ins Land einreisen dürfen – allerdings ausschließlich nach Phuket. Dafür setzen sich derzeit Verbände und Organisationen der thailändischen Tourismusbranche ein, berichtet etwa Bloomberg. Bis zum Oktober sollen deshalb 70 Prozent der Bewohner Phukets über 18 Jahren geimpft worden sein. Um das zu schaffen, müssen die Impfstoffe über private Unternehmen importiert und damit das allgemeine Prozedere beschleunigt werden.

Platz im Quarantänehotel

Ende Dezember 2020 hat Thailand die davor strikten Einreisebestimmungen für Touristen aus 56 Ländern schon ein wenig gelockert. Sie benötigten nur mehr eine Bescheinigung darüber, dass sie 72 Stunden vor ihrer Reise nicht mit dem Coronavirus infiziert waren. Zudem mussten sie einen Platz in einem Quarantänehotel in Thailand nachweisen. Während dieser zwei Wochen Hotelaufenthalt wurden und werden bis dato insgesamt drei Corona-Tests durchgeführt. Es gelten aber noch weitere Auflagen: Bei der Einreise muss ein gültiges Rückflugticket vorgelegt werden sowie eine Krankenversicherung mit einer Mindestdeckung von rund 85.000 Euro, die auch Corona einschließt. Außerdem müssen Touristen aus dem Ausland ein Certificate of Entry (COE) vorlegen.

Neun Monate ohne Touristen

Insgesamt hat Thailand wegen der Pandemie neun Monate keine ausländischen Touristen ins Land gelassen – die wirtschaftlichen Folgen sind mittlerweile unübersehbar. Der Anteil des Reise- und Tourismussektors am Bruttoinlandsprodukt betrug vor dem Ausbruch von Corona mehr als zehn Prozent. Nach Schätzung des thailändischen Fremdenverkehrsamtes waren vor dem Ausbruch der Pandemie rund vier Millionen Menschen im Tourismussektor beschäftigt – durch die monatelange Abschottung könnten mehr als 2,5 Millionen arbeitslos werden.

Kleine Freiheiten

Mit der Wiederöffnung Phukets für den Tourismus ab Oktober versucht man nun den Spagat, das Infektionsrisiko gering zu halten und Reisende aus dem Ausland gleichzeitig mit Freiheiten wie annähernd vor der Pandemie auszustatten. Es hatte sich nämlich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass nur wenige die Angebote für Langzeitaufenthalte annehmen wollten und sich viele von der zweiwöchigen Quarantäne vor einem (meist kurzen) Urlaub abschrecken ließen. Wer einen Phuket-Urlaub allerdings nicht mit einer Thailandreise gleichsetzt, wird sich vermutlich noch ein Weilchen gedulden müssen, um wiederzukommen. (red, 7.2.2021)