Der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo sprach am Samstag in einer Sondersitzung des Parlamentes von einer Blockade der Wahlen.

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Mogadischu – Im Krisenland Somalia sind die für Montag angesetzten Wahlen nach dem Scheitern von politischen Gesprächen verschoben worden. Der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo sprach am Samstag in einer Sondersitzung des Parlamentes von einer Blockade der Wahlen. Farmajos Amtszeit läuft in zwei Tagen ab. Bis zur Einigung auf einen neuen Wahltermin bleibt er jedoch im Amt. Er versprach, dass es kein Machtvakuum geben werde.

In den gescheiterten Gesprächen, an denen Repräsentanten verschiedener somalischer Clans teilnahmen, sollten die Modalitäten für die indirekte Präsidentschaftswahl festgelegt und sich auf die Mitglieder der Wahlkommission geeinigt werden. Der amtierende Präsident, der auf eine Wiederwahl hofft, gab Entsandten der Regionen Jubbaland und Puntland die Schuld für die Verschiebung der Wahl.

Die Lage in Somalia ist derzeit nicht nur aufgrund der bevorstehenden Wahlen besonders angespannt: Im Kampf um die Kontrolle des Landes verübt die sunnitische Terrormiliz Al-Shabaab immer wieder Anschläge. Eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) sowie die USA unterstützen die somalische Regierung im Kampf gegen Al-Shabaab. (APA/dpa, 6.2.2021)