Moussa Faki Mahamat wurde als Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU) wiedergewählt.

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Addis Abeba – Der tschadische Ex-Regierungschef Moussa Faki Mahamat ist als Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU) wiedergewählt worden. Bei einem Online-Gipfel der Staats- und Regierungschefs stimmten am Samstag 51 der 55 AU-Mitgliedstaaten für eine zweite vierjährige Amtszeit. Faki zeigte sich "zutiefst geehrt" und sprach von einem "überwältigenden und historischen Vertrauensvotum".

Zu Fakis Stellvertreterin wurde die Vize-Gouverneurin der Zentralbank von Ruanda, Monique Nsanzabaganwa, gewählt. Bei dem zweitägigen AU-Gipfel geht es vor allem um die Corona-Pandemie. Viele afrikanische Länder kämpfen gerade gegen eine zweite Infektionswelle. Bisher haben aber nur wenige afrikanische Länder mit dem Impfen begonnen.

Faki kritisierte vor dem Gipfel den "Impfstoff-Nationalismus" reicher Länder. "Reiche Länder drängeln sich vor", sagte Faki. Manche Länder hätten sogar mehr Impfdosen bestellt, als sie selbst benötigten. (APA, 7.2.2021)