Die Sportwelt trauert noch immer um Superstar Kobe Bryant.

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Der Unfallort.

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Vor rund einem Jahr starb Basketball-Superstar Kobe Bryant bei einem Hubschrauber-Absturz in Kalifornien. Nun dürfte die Unfallursache feststehen: Das National Transportation Safety Board (NTSB) gab nach einer Untersuchung bekannt, dass Pilot Ara Zobayan am 26. Jänner 2020 in den Wolken des hügeligen Gebiets nördlich von Los Angeles die Orientierung verloren haben dürfte.

"Räumliche Desorientierung"

Der Pilot habe einen Sichtflug vorgenommen, in dem er die Lage seines Hubschraubers visuell beurteilt, berichtet die "LA Times". Ihm sei daher gesetzlich verboten gewesen, den Sichtflug in die Wolken fortzusetzen – er habe es aber dennoch getan, sagte der NTSB-Vorsitzende Robert Sumwalt. Durch die Wolken sei Zobayan dann vermutlich "räumlich desorientiert" gewesen. Kurz vor dem Aufprall des Sikorsky S-76 hatte der Pilot per Funk mitgeteilt, dass er im Steigflug sei. Doch der Helikopter machte eine Linkskurve und sank schnell. Dies sei typisch für räumliche Desorientierung, so Sumwalt. Technische Probleme waren zuvor bereits ausgeschlossen worden.

Bryant war in seinem Privathubschrauber mit seiner Tochter Gianna auf dem Weg zu einem Basketballturnier der 13-Jährigen gewesen. Neben Bryant kamen auch Gianna, der Pilot und sechs weitere Passagiere ums Leben. Der NBA-Star hinterließ seine Ehefrau Vanessa und drei weitere Kinder.

Basketball-Erbe

Bryant, der am 23. August 1978 in Philadelphia geboren wurde, hatte von 1996 bis 2016 für die Los Angeles Lakers in der NBA gespielt und wurde fünfmal Meister (2000, 2001, 2002, 2009 und 2010) der besten Basketball-Liga der Welt. Bei den Lakers wurde die "Black Mamba", wie Bryant ehrfürchtig genannt wurde, zum Superstar im US-Sport.

Er gilt als einer der besten Spieler der NBA-Geschichte. 2016 beendete er seine Karriere nach 20 Jahren bei den Los Angeles Lakers. Mit 33.643 Punkten ist der zweimalige Olympiasieger (2008 und 2012) viertbester Werfer in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga. (sid, APA, red, 9.2.2021)