Toni Morrison, eine der wichtigsten Vertreterinnen afroamerikanischer Literatur.
Foto: AP Photo/Michel Euler

Toni Morrison sagte einmal in einer Rede: "Wenn du ein Buch lesen willst, das noch nicht geschrieben wurde, musst du derjenige sein, der es schreibt. " Daran hielt sich die 2019 verstorbene amerikanische Schriftstellerin und hinterließ der Nachwelt elf Romane, die ihre Leserinnen und Leser bis zum heutigen Tag prägen. Als erste schwarze Frau gewann sie 1993 den Literaturnobelpreis, da sie mit ihren Romanen, "die sich durch visionäre Kraft und poetische Prägnanz auszeichnen, einen wesentlichen Aspekt der amerikanischen Realität zum Leben erweckt", schrieb damals das Komitee in seiner Begründung.

Ein Stück afroamerikanischer Realität

Der Rassismus der amerikanischen Gesellschaft quer durch die Geschichte zieht sich als zentrales Thema durch ihr Werk, das einen nach der Lektüre oft erschüttert zurücklässt. Vergessen kann man sie wirklich nicht, die Charaktere von Morrisons Geschichten. Das kleine, vom Vater missbrauchte Mädchen Pecola, dessen größter Wunsch es ist, blaue Augen zu haben, weil dann alles besser wäre. Die ehemalige Sklavin Sethe, die keinen anderen Ausweg weiß, als ihr Kind zu töten, um es vor der Sklaverei zu bewahren. Der "Milchmann" genannte junge Mann, der die Geschichte seiner Familie durch Jahre der Sklaverei bis zu dem Punkt zurückverfolgt, an dem nur noch Folklore und märchenhafte Geschichten überliefert sind.

Auch im STANDARD-Forum gibt es Bewunderer von Toni Morrisons Werken:

Diesem User sind folgende Werke besonders deutlich in Erinnerung geblieben:

Welcher ist Ihr Lieblingsroman von Toni Morrison?

Und warum? Was schätzen Sie an Ihrem Stil? Welche ihrer Bücher stehen noch auf Ihrer Liste? Und welchen Ihrer Romane empfehlen Sie Einsteigern? Diskutieren Sie im Forum! (aan, 18.2.2021)