Erst am Mittwoch starb eine Frau beim Versuch, die US-Mexiko-Grenze zu überqueren.

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Ein acht Jahre altes Kind aus Honduras ist im Grenzfluss zwischen Mexiko und den USA ertrunken. Der Bub wurde beim Versuch, zusammen mit anderen Migranten in die USA zu gelangen, von den Fluten des Río Bravo (in den USA Rio Grande genannt) mitgerissen, wie die mexikanische Einwanderungsbehörde INM am Donnerstag mitteilte.

Die Eltern und die Schwester des Kindes, die es ans US-Ufer geschafft hatten, wurden den Angaben zufolge an den Grenzübergang in der mexikanischen Stadt Piedras Negras gebracht, um die Leiche zu identifizieren.

Erst am Mittwoch verstarb eine Frau

Außerdem seien ein fünfjähriges Mädchen, eine acht Monate schwangere Frau und ein Mann gerettet worden, die beim Versuch, den Grenzfluss zu überqueren, auf einem Werder feststeckten. Erst am Mittwoch hatte das INM vom Tod einer Frau aus Venezuela im Río Bravo berichtet. Das Flusswasser sei minus ein Grad kalt gewesen, hieß es.

Jeden Monat werden Zehntausende Menschen an der Südgrenze der USA nach unerlaubter Einreise aus Mexiko aufgegriffen. Die überwiegende Mehrheit stammt aus den mittelamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras oder El Salvador und flüchtet vor Armut und Gewalt.

Die im Jänner abgelöste US-Regierung des Ex-Präsidenten Donald Trump hatte einen harten Kurs in der Migrationspolitik gefahren und sich bemüht, das Land abzuschotten. Trumps Nachfolger Joe Biden treibt eine Abkehr von dessen restriktiven Einwanderungspolitik voran. Ab Freitag sollen auch Migranten, die Asyl in den USA beantragt haben und unter einem Programm der Trump-Regierung bisher für die Dauer ihrer Verfahren in Mexiko warten mussten, schrittweise über die Grenze gelassen werden. (APA, 18.2.2021)