Erst vor wenigen Tagen rettete "Open Arms" Dutzende Menschen aus dem Mittelmeer.

Foto: Bruno Thevenin / AP

Rom – Im zentralen Mittelmeer werden einem Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge Dutzende Flüchtlinge vermisst. Vor rund einer Woche waren von der libyschen Küste rund 120 Männer und Frauen in einem Boot Richtung EU-Grenze aufgebrochen und nach 15 Stunden in Seenot geraten, teilte die UN-Organisation am Mittwoch unter Berufung auf Zeugenberichte in Rom mit.

Das Schiff "Vos Triton" hatte sich kurze Zeit später dem Boot genähert und 77 Menschen aufgenommen. Bei der Aktion hätten jedoch viele ihr Leben verloren, hieß es weiter. Zuvor waren einige Menschen über Bord gegangen. 41 Menschen sollen gestorben sein.

Die Geretteten warten derzeit vor der italienischen Hafenstadt Porto Empedocle darauf, die "Vos Triton" verlassen zu können. Nach IOM-Angaben starben seit Jahresbeginn rund 160 Bootsmigranten im Mittelmeer. (APA, 24.2.2021)