Derzeit befinden sich über 450 Menschen an Bord des NGO-Schiffes "Sea-Watch 3".

Foto: Reuters/Guglielmo Mangiapane

Rom – Das deutsche NGO-Schiff Sea-Watch 3 ist weiterhin bei der Rettung von Flüchtlingen in Seenot im Einsatz. Das Schiff brachte zuletzt 90 Personen 36 Seemeilen von Lampedusa entfernt in Sicherheit. Zu den Geretteten zählten auch 14 Kinder, teilte die Hilfsorganisation per Twitter am Montag mit.

Sea-Watch bemängelte, dass die Lage schwierig sei, da sich jetzt über 450 Menschen an Bord des NGO-Schiffes befänden. "Italien und Malta verweigern ihre Hilfe. Wir bitten um den Einsatz der Küstenwache", schrieb die NGO. Sie warnte vor der Gefahr eines weiteren Schiffbruchs.

Sea-Watch hatte am Sonntag den dritten Tag in Folge Dutzende Migranten im zentralen Mittelmeer aus akuter Seenot gerettet. Vor etwas mehr als einer Woche hatte die "Sea-Watch 3" nach sieben Monaten "Zwangspause" den Hafen der spanischen Stadt Burriana verlassen, wie die Organisation damals mitgeteilt hatte. Am Donnerstag war die Crew im anvisierten Suchgebiet rund 30 Seemeilen vor der Küste Libyens angekommen. (APA, 1.3.2021)