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Seattle – Eine Mitarbeiterin des Onlinekonzerns Amazon hat das Unternehmen beim Bundesgericht in Washington D.C. wegen Diskriminierung verklagt. Amazon zeige trotz seines Versprechens den Rassismus zu bekämpfen, ein "systemischen Muster unüberwindbarer Diskriminierung", heißt es in der Klageschrift, die am Montag eingereicht wurde. Die Klägerin Charlotte Newman ist Leiterin der Geschäftsentwicklung bei Amazon Web Services und Schwarz.

Schadenersatzforderung

Newman behauptet das Unternehmen würde Schwarze für niedrigere Positionen einstellen und langsamer befördern als weiße Mitarbeiter*innen. In ihrem Fall habe Amazon den Aufstieg zum Senior Manager um zweieinhalb Jahre verzögert. Sie gab weiter an, von einem männlichen Mitarbeiter rassistisch beleidigt und einem Weiteren sexuell belästigt worden zu sein.

Charlotte Newman fordert nun Schadensersatz und wird von Douglas Wigdor vertreten, der auch Frauen verteidigte, die den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein und Fox News wegen angeblicher Belästigung oder Diskriminierung verklagt hatten. Amazon hat sich zur Klage bisher noch nicht offiziell geäußert. (APA/Reuters, 2.3.2021)