Das Biotechunternehmen Atai Life Sciences hat bei Investoren weitere 157 Millionen Dollar eingesammelt. Die Finanzierungsrunde sei vom Family Office Apeiron des Mitgründers Christian Angermayer sowie Thiel Capital des deutschstämmigen US-Investors Peter Thiel angeführt worden, teilte Atai am Mittwoch. Insidern zufolge wurde das erst 2018 in Berlin gegründete Unternehmen dabei mit zwei Milliarden Dollar bewertet.

Der auf den Gesundheits- und Technologiesektor fokussierte Investor Woodline Partners kam den Angaben zufolge zusätzlich an Bord. Zudem hätten sich bestehende wie auch neue Kapitalgeber wie etwa Fearless Ventures, Falcon Edge Capital und Highline Capital an der Runde beteiligt. Zur Bewertung wurden keine Angaben gemacht.

Medikamente und Technologie

Das frische Geld soll nun in die Entwicklung von Medikamenten und Technologien gesteckt werden. Erst im Herbst hatte Atai, das sich der Behandlung mentaler Krankheiten wie Depressionen oder Angstzuständen mit Hilfe von psychedelischen Wirkstoffen auf Basis von Pilzen verschrieben hat, 125 Millionen Dollar von Investoren erhalten.

Atai-Chef und -Mitgründer Florian Brand sagte, es gehe darum, wirksamere Behandlungen für psychische Krankheiten voranzutreiben. Investor Angermayer sagte, damit sollten Patienten letztlich ein erfüllteres Leben führen können. Angermayer hat innerhalb eines Jahres mit seinem Family Office Apeiron die Börsengänge der US-Krebsmittelfirma Sensei Biotherapeutics sowie der Biotechfirmen Abcellera und Compass Pathways als Investor begleitet und will Insidern zufolge aktuell mit dem US-Wagniskapitalgeber Falcon Edge eine Mantelgesellschaft (SPAC) an die US-Börse bringen (Reuters, 3.3.2021)