Am 13. November 2015 überfielen Terrorkommandos den Konzertsaal Bataclan in Paris.

Foto: AP / Francois Mori

Rom/Paris – Die Polizei hat in der süditalienischen Hafenstadt Bari einen 36-jährigen Algerier festgenommen. Er soll direkt mit den Attentätern in Verbindung gewesen sein, die 2015 die islamistischen Anschläge im Pariser Fußballstadion Stade de France, im Konzertsaal Bataclan sowie in Bars und Restaurants der französischen Hauptstadt verübt hatten. Dabei wurden 130 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt. Der Algerier soll den Attentätern gefälschte Ausweise geliefert haben, teilte die Polizei mit.

Der festgenommene Mann unterhielt Kontakte zu weiteren Fundamentalisten in Frankreich, Belgien, Spanien, Algerien und Syrien, teilten die Ermittler mit. Zusammen mit zwei Brüdern und anderen Landesgenossen soll er 2010 eine fundamentalistische Zelle aufgebaut und mehrere Anschläge gegen internationale Organisationen geplant haben. Außerdem wird ihm der Kontakt zu einem jener Attentäter nachgesagt, die im Jänner 2015 den Sitz des Satiremagazins "Charlie Hebdo" überfielen.

Am Abend des 13. November 2015 hatten sich während des Fußballspiels Deutschland gegen Frankreich zunächst drei Selbstmordattentäter vor dem Stade de France im Vorort Saint-Denis in die Luft gesprengt. Anschließend überfielen Terrorkommandos das Bataclan und mehrere Restaurants und Bars mit Kalaschnikows. Die Anschläge gelten als die schwersten in Frankreich zu Friedenszeiten. (APA, 8.3.2021)