Fast alle Firmen rüsten digital auf, doch Spezialisten sind am Arbeitsmarkt selten und heiß begehrt.

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Die Coronakrise hat den Einsatz digitaler Technologien beschleunigt, aber hier zu einer Zweiklassengesellschaft geführt. Für jeden dritten Mittelständler ist die Digitalisierung viel wichtiger geworden, für keinen einzigen vom Consulter EY befragten Betrieb ist sie weniger wichtig geworden.

Jedoch orten große Firmen durch digitale Technologien deutlich mehr Chancen als kleine. Und vielfach können Betriebe kein geeignetes Personal für Zukunftstechnologien finden, sagt EY.

Fast jeder dabei

Mittlerweile würden nur noch drei Prozent die Digitalisierung aus ihrem Geschäftsmodell ausklammern – 2018 waren es noch 20 Prozent. Besonders wichtig sei die Rolle digitaler Technologien inzwischen bei (Finanz-)Dienstleistern (44 Prozent), in der Industrie (30 Prozent) und für Energie- und Wasserversorger (29 Prozent). Für 30 Prozent der Mittelständler spielten sie bereits eine "sehr große Rolle", 2018 waren es nur 20 Prozent. Befragt wurden 800 Firmen mit 30 bis 2.000 Mitarbeitern.

Eine ernst zu nehmende Baustelle bleibt laut EY die Verfügbarkeit von Fachkräften mit digitalen Kompetenzen am Standort Österreich. Nur 31 Prozent der Unternehmen finden aktuell ausreichend qualifizierte Mitarbeiter. Bis auf Wien und Tirol haben alle anderen Bundesländer mit einem Mangel an qualifiziertem Personal für Digitalisierungspläne zu kämpfen, besonders das Burgenland (40 Prozent), Oberösterreich (39 Prozent) und Vorarlberg (38 Prozent). (APA, 10.3.2021)