Das "Intelligent OptiX Network" verbindet alle Hauptstandorte der Austro Control.

Foto: Reuters, MICHELE TANTUSSI

Der in den USA unter Beschuss geratene chinesische Telekom-Ausrüster Huawei hat in Österreich einen Auftrag der Flugsicherungsbehörde Austro Control erhalten und bereits abgeschlossen. Wie Huawei am Montag mitteilte, lieferte das Unternehmen ein Glasfasernetzwerk mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 Gibabit pro Sekunde. Das ist etwa hundertmal so schnell wie derzeit oft üblich.

Sicherung des Luftraums

Huawei habe für die Sicherung des österreichischen Luftraums ein Hochgeschwindigkeitsübertragungsnetz mit niedriger Latenz und einem äußerst zuverlässigen WDM-Netzwerk bereitgestellt, um die Austro Control bei der effizienten und sicheren Übertragung und Verwaltung ihrer Verkehrsdaten zu unterstützen, erklärte der Netzwerkausrüster in einer Presseaussendung.

Das optische Netzwerk von Huawei namens "Intelligent OptiX Network" verbinde alle Hauptstandorte der Austro Control miteinander. Eine gute Datenverbindung ist für die Flugsicherung besonders wichtig. Netzwerkverzögerungen, die den Kontakt beeinflussen, könnten nämlich schwerwiegende Folgen haben, etwa dass sich Flugzeuge in der Luft zu nahe kommen und im schlimmsten Fall kollidieren.

Spionage-Vorwürfe

Die USA beschuldigen Huawei der Spionage für Peking. Der Konzern steht zudem wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Kritik. Er soll China dafür Überwachungssoftware geliefert haben, hat die Vorwürfe aber stets zurückgewiesen. Huawei ist einer der weltweit größten Telekommunikationsausrüster und führend etwa bei der 5G-Technologie. Die USA und Großbritannien haben das Unternehmen vom Aufbau ihrer 5G-Netze ausgeschlossen und üben Druck auf europäische Staaten aus, dies ebenfalls zu tun. (APA, 15.3.2021)