Mehr als 45.000 der Rohingya-Flüchtlinge sind durch den Brand obdachlos geworden.

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Bei einem Großbrand in einem Lager mit hunderttausenden Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch sind nach Angaben der Feuerwehr mindestens fünf Erwachsene und zwei Kinder ums Leben gekommen. "Es ist riesig, es ist verheerend", sagte am Dienstag Johannes van der Klaauw vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Es würden noch 400 Personen vermisst. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag. Demnach konnten die Feuerwehrleute die Flammen nach einem stundenlangen Kampf in der Nacht auf Dienstag löschen. Die Brandursache konnte bisher nicht ermittelt werden.

Mehr als 45.000 der Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar seien durch den Brand obdachlos geworden, teilte das Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) außerdem mit. Demnach zerstörten die Flammen neben den Unterkünften auch medizinische Zentren und Versorgungspunkte. Augenzeugen hatten der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, viele Menschen hätten wegen der Stacheldrahtabsperrungen rund um das Lager nicht vor dem Feuer fliehen können.

Die Brandursache konnte bisher nicht ermittelt werden.
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Flucht aus Heimat

Die Rohingya, eine muslimische Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar, waren 2017 aufgrund der dort drohenden Militärgewalt in das muslimische Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Dort leben sie in Camps. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord.

Viele Rohingya verloren in Myanmar durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar, das nach einem Putsch jüngst wieder die Macht übernommen hat, steht wegen der Verfolgung international unter Druck. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren. (APA, dpa, 23.3.2021)