Der Onlinehandel nimmt im deutschen Sprachraum zu.

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Die Coronakrise hat dem Onlinehandel einen Boom gebracht. Mehr als ein Drittel der Österreicher kauft seit Beginn der Pandemie häufiger online ein als zuvor, geht aus einer Befragung von Kantar Sifo im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Nets hervor. Auch in Deutschland und der Schweiz shoppen 30 bis 40 Prozent der Menschen nun öfter im Internet.

Anstieg in der Krise

Allerdings will gut die Hälfte der Befragten in allen drei Ländern nach der Pandemie zu ihrem vorherigen Einkaufsverhalten zurückkehren. Ein Viertel glaubt, an den neuen Gewohnheiten festzuhalten, auch wenn die Viruskrise wieder vorbei ist.

Bekleidung wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz am häufigsten im Internet gekauft, gefolgt von Lebensmitteln und Alkohol. "Ob das nur der Sorge vor einer Ansteckung im Supermarkt geschuldet war, oder ob die Menschen auch langfristig entsprechend häufig Lebensmittel im Netz einkaufen werden, bleibt abzuwarten", so die Studienautoren.

Online-Dienstleistungen wie Streaming-Angebote für Musik, Filme, Serien und Hörbücher haben in der Coronakrise weiter stark zugelegt. Gefragt sind auch Online-Wetten und Online-Gaming.

Deutsche und Österreicher kaufen am häufigsten in deutschen Online-Shops ein, Schweizer in Schweizer Online-Shops. Die Österreicher bezahlen ihre Onlinekäufe am liebsten mit der Kreditkarte 49 Prozent, per E-Wallet wie PayPal oder auf Rechnung je 35 Prozent, während der Deutschen liebstes Zahlungsmittel die E-Wallet ist und die Schweizer die Kreditkarte haushoch bevorzugen. Die Umfrage wurde im Zeitraum September bis Dezember 2020 unter fast 4.000 Personen durchgeführt. (APA, 22.03.2021)