Aufgrund der Corona-Pandemie verlegte man die Befragung ins Internet

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Die diesjährige Volkszählung in Tschechien ist von einer massiven Computerpanne überschattet worden. Wegen der Corona-Pandemie soll der Fragebogen bevorzugt online ausgefüllt werden. Doch gleich zum Start am Samstag war die Internetseite mit dem Formular nicht verfügbar. Grund sei eine "enorme Belastung des Systems", teilte die nationale Statistikbehörde CSU mit.

Entwarnung und Kritik

Behördenchef Marek Rojicek schloss aus, dass es sich um eine Cyberattacke handeln könnte. Wie lange der Ausfall dauern wird, war noch nicht absehbar. Die Oppositionspolitikerin Marketa Pekarova-Adamova kritisierte bei Twitter: "Wenn ein Einzelner seine Pflicht nicht erfüllt, bekommt er eine Strafe. Wenn der Staat versagt, macht man einfach weiter, als wäre nichts geschehen."

Zur Teilnahme sind auch Ausländer verpflichtet, wenn sie mit einem Wohnsitz in Tschechien gemeldet sind. Gefragt wird unter anderem nach der Größe der Wohnung, nach Schul- oder Hochschulabschluss und nach dem ausgeübten Beruf. Angaben zur Volkszugehörigkeit und zur Religion sind freiwillig. Für alle, die sich nicht online registrieren, sollen vom 17. April bis 11. Mai Zählkommissare von Haus zu Haus gehen, um Papierformular einzusammeln. Die letzte Volkszählung in dem EU-Mitgliedstaat fand vor zehn Jahren statt. (APA/dpa, 27.03.2021)