Kein Feuer in Osaka.

Foto: AP/Kyung-Hoon

Tokio – Wegen steigender Corona-Zahlen ist der olympische Fackellauf durch die japanische Präfektur Osaka abgesagt worden. Die Regierung hatte am Montag in drei Präfekturen den Ausnahmezustand erklärt, weil eine neue Corona-Welle befürchtet wird. Gouverneur Hirofumi Yoshimura erklärte, dass das medizinische Versorgungssystem einer enormen Belastung ausgesetzt sei, da die ansteckendere Virusmutation vor allem bei jungen Menschen die Infektionen in die Höhe schnellen ließen.

"Es ist fast sicher, dass dieser mutierte Stamm mit einer hohen Übertragungsgeschwindigkeit hoch ansteckend ist. Ich möchte alle Bewohner der Präfektur Osaka bitten, nicht unnötig auszugehen. Das medizinische System ist in einer sehr angespannten Situation", sagte Yoshimura im TV. Am Mittwoch wurden in der Präfektur 878 neue Infektionen gemeldet, 70 Prozent der Krankenhausbetten sind laut Medienangaben gefüllt.

Tokio im Lockdown?

Die Lockdown-Maßnahmen, die für Osaka und die benachbarten Präfekturen Hyogo und Miyagi ergriffen wurden, könnten auch auf Tokio ausgeweitet werden. Dort gab es 555 Neuinfektionen am Mittwoch, es ist dies die höchste Zahl seit Anfang Februar. Gouverneurin Yuriko Koike erklärte, sie bereite vor, Notfallmaßnahmen zu beantragen.

Der Fackellauf war am 25. März in Fukushima gestartet worden. Die Fackel soll von etwa 10.000 Personen durch die 47 Präfekturen Japans getragen werden. Der Staffellauf endet mit der Entzündung des olympischen Feuers bei der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Tokio am 23. Juli. (APA, 7.4.2021)