Noch ist für Bernd Wiesberger nichts verloren.

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Augusta – Golfprofi Bernd Wiesberger ist mit einer 74er-Runde (+2) in das 85. US Masters in Augusta gestartet. Der Österreicher begann am Donnerstag stark und lag nach den ersten drei Löchern schon zwei unter Par, musste dann aber vor allem auf den zweiten neun Spielbahnen des mit über 11 Millionen Dollar dotierten, ersten Saison-Majors gleich mehrere Schlagverluste hinnehmen. Mit Rang 30 ist Wiesberger aber in guter Position, um auch beim sechsten Masters-Antreten den Cut zu schaffen.

Wiesberger kassierte nach seinem famosen Start im Augusta National GC zwar zwei Bogeys, ging nach einem weiteren Birdie aber bei 1 unter Par auf die zweiten neun Spielbahnen. Die begann er gleich mit einem erneuten Schlagverlust, ehe ihn der berüchtigte "Amen Corner" (Löcher 11 bis 13) gleich zwei weitere Bogeys einbrachte. Mit einem Birdie auf dem vorletzten Loch spielte sich der Burgenländer aber noch auf 2 über Par zurück, womit er an der Magnolia Lane passabel im Cut-Rennen liegt.

Gleichauf mit Dustin Johnson

Denn mit 74 Schlägen liegt der Österreicher gleichauf etwa mit US-Titelverteidiger Dustin Johnson oder auch Golf-Veteran Bernhard Langer. Der 63-jährige Deutsche, der sich im Vorjahr als ältester Golfprofi der Geschichte an der Magnolia Lane für das Wochenende qualifiziert hatte, schlägt heuer zum schon 38. Mal in Augusta ab. Sonst ist kein weiterer Deutscher in Augusta am Start. Der zweifache Major-Sieger Martin Kaymer hat sich nicht qualifiziert und veredelt stattdessen kommende Woche das Starterfeld bei den Austrian Golf Open in Atzenbrugg.

Starker Rose vorne

Mit vier Schlägen in Führung lag nach dem ersten Tag der Engländer Justin Rose, der noch vor einem Monat mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, und nun eine 65er Runde hinlegte. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass heute der Tag für eine 65 war, wenn ich ehrlich bin", sagte Rose, dem die siebentägige Zwangspause offenbar guttat: "Ich hatte das Gefühl, dass mein Spiel genau das brauchte, um mich auf diese Woche vorzubereiten."

Dahinter lauern der Japaner Hideki Matsuyama, dem der erste Eagle (-2 Schläge) des Tages gelang, und Brian Harman (USA) mit 69 Schlägen. Damit unterstrich Matsuyama seine Ambitionen auf den ersten Major-Triumph seiner Karriere. 2017 bei der US Open waren Matsuyama und Harman gemeinsam Zweite.

Zwei weitere Mitfavoriten erwischten einen schwachen Auftakt. Sehr holprig lief es für Bryson DeChambeau (USA) und Rory McIlroy (Nordirland). DeChambeau musste bereits am vierten Loch einen Doppel-Bogey notieren. McIlroy wird sich seinen Traum vom Karriere-Grand-Slam wohl auch in diesem Jahr nicht erfüllen, der viermalige Majorsieger brauchte 76 Schläge. Zu allem Überfluss traf McIlroy mit einem Ball seinen Vater am Bein. (APA, sid, red, 9.4.2021)