Nach dem Tod Prince Philips bereuen sein Enkel Harry und seine Frau Meghan Markle nun ihr TV-Interview mit der US-amerikanischen Quotenkönigin Oprah Winfrey. Der Ehemann der Queen war am vergangenen Freitag 99-jährig im Schloss Windsor gestorben.

Anfang März hatte das im kalifornischen Exil lebende Herzogpaar von Sussex in einem mehr als einstündigen Fernsehspektakel mit der königlichen Familie abgerechnet. Zum Zeitpunkt der Ausstrahlung befand sich Prince Philip wegen einer Herzoperation im Krankenhaus.

Harry und Meghan bei Oprah Winfrey.
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Einsicht

Das Klatschmagazin "Heat" lässt nun einen Vertrauten des Paares zu Wort kommen. Dieser erklärt, Harry und Meghan "wünschten, die Dinge hätten anders sein können". Sie hätten auf den Zeitpunkt der Ausstrahlung keinen Einfluss gehabt. Dennoch seien sie weiterhin der Ansicht, dass das Interview etwas war, das sie tun mussten. Das Paar wollte seine Meinung kundtun und habe keinen anderen Weg gesehen. Sie hofften trotzdem, die Verhältnisse zu Prince Charles, Prince William und dessen Frau Catherine würden "eines Tages" besser werden.

In dem weltweit übertragenen Interview hatten die Sussexer die königliche Familie und den Hofstaat mit schweren, jedoch sehr diffusen Vorwürfen überzogen. Rassismus wurde ebenso in den Raum gestellt wie unterlassene psychologische Hilfeleistung für die in einer Krise befindliche Ehefrau Prince Harrys. "Harrys und Meghans Liebe und Respekt für Prince Philip und die Queen waren aber nie in Zweifel", wird der Informant zitiert.

Harry nimmt an Begräbnis teil

Mit Spannung erwarten nun Boulevardmedien weltweit das Zusammentreffen Harrys mit seinem Bruder William beim Begräbnis ihres Großvaters. Meghan Markle hingegen bleibt der Beisetzung fern, offiziell auf ärztlichen Rat wegen ihrer Schwangerschaft. Die beiden Brüder telefonierten nach dem Tod des Großvaters miteinander, zuletzt hatten sie einander im März 2020 gesehen.

Royaler Austritt

Anfang 2020 hatten die Sussexer de facto ihre Mitgliedschaft in der königlichen Familie gekündigt, im Verlauf des Jahres mussten sie auf das Führen eines königlichen Titels verzichten und zogen nach Kalifornien. Harry ist mittlerweile in Großbritannien gelandet und befindet sich in seinem ehemaligen Wohnsitz Frogmore Cottage in Windsor in fünftägiger Quarantäne. Seinen Großvater hat er als "Grillmeister und Scherzlegende" gewürdigt.

Mit seinem Austritt musste Prince Harry auch seine militärischen Titel ablegen. Obwohl er in Afghanistan gedient hatte, darf er auch keine Uniform mehr tragen. Um ihn nicht als einziges anwesendes männliches Familienmitglied in Zivilkleidung zu brüskieren, verfügte die Queen, dass bei Prince Philips Begräbnis niemand Uniform trägt, sondern alle in Anzug und schwarzer Krawatte teilnehmen. Der Schritt ist durchaus auch als Handreichung der royalen Familie an Prince Harry zu verstehen. (Michael Vosatka, 15.4.2021)