Neuseelands Tourismus profitiert: Zu sehen ist ein Schauplatz einer "Der Hobbit"-Tour in Matamata.

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Hollywood/Wellington – Mein Schatz – das könnte sich insgeheim Onlinegigant Amazon denken. Schließlich erhält man für die Dreharbeiten zur neuen "Herr der Ringe"-Serie vom neuseeländischen Staat einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent auf die Produktionskosten, wie die Regierung verlautbarte. Angesichts von Ausgaben in Höhe von rund 465 Mio. Dollar (gut 388 Mio. Euro) für die erste Staffel entspräche das rund 116 Mio. Dollar (97 Mio. Euro).

Amazon dreht seit vorigem Jahr in Auckland und beschäftigt für die Produktion mehr als 1.200 Mitarbeiter, weitere 700 sind laut der neuseeländischen Regierung indirekt involviert. Dabei hatte für Aufhorchen gesorgt, dass die engagierte Castingagentur im Vorfeld Aufrufe für Statisten mit "Missbildungen" respektive für "haarige Menschen" und "stämmige, gemein aussehende Biker" gestartet hatte. So oder so lautet die Begründung für den hohen Subventionsgrad nun: Man rechnet über Jahre mit positiven Auswirkungen auf die neuseeländische Wirtschaft und den Tourismus.

Die Filmtrilogie "Der Herr der Ringe" von Peter Jackson nach den Büchern von J.R.R. Tolkien gehört zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten und hatte in Neuseeland den Tourismus angekurbelt. Die aktuelle Serie steht allerdings nicht direkt in Verbindung mit der Trilogie oder deren Vorgeschichte "Der Hobbit". Erwartet wird aber, dass die Serie Handlungsstränge aufgreift, die im Fantasy-Reich des Autors J.R.R. Tolkien über Mittelerde spielen, allerdings lange vor den Ereignissen, die in Jacksons Filmen dargestellt werden. (APA, Reuters, 16.4.2021)