Merz äußerte am Samstag erneut seine Unterstützung für CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet.

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Arnsberg/Berlin – Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz ist am Samstag zum Direktkandidaten der CDU im Wahlkreis Hochsauerlandkreis gewählt worden. Er setzte sich in einer Abstimmung in einem Sportstadion in Arnsberg mit 327 Stimmen gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg (126 Stimmen) durch. Zuvor hatte der Politiker in seiner Bewerbungsrede scharfe Kritik am Zustand der CDU geübt, die ihren "Kompass" verloren habe.

Er habe sich bisher aus Rücksicht auf die Kanzlerin zurückgehalten. "Aber der Zustand unseres Landes ist kritisch, und die Existenz der CDU als Regierungspartei ist gefährdet", sagte er. Die Union liege in Umfragen nur noch bei rund 30 Prozent, die CDU komme ohne die bayerische Schwesterpartei CSU sogar nur auf 25 Prozent. Es sei ein Fehler von ihm gewesen, nach der Niederlage gegen Armin Laschet im Rennen um den CDU-Vorsitz einen angebotenen Posten in der Parteiführung abgelehnt, sondern das Amt als Bundeswirtschaftsminister gefordert zu haben.

In der Kanzlerfrage stelle er sich erneut hinter Laschet: "Die CDU hat entschieden. Die Entscheidung ist gefallen und sie gilt trotz aller Turbulenzen, die es gerade zwischen CDU und CSU in diesen Tagen gibt." Er forderte Laschet und CSU-Chef Markus Söder auf, den Streit beizulegen. (Reuters, red, 17.4.2021)