Die Flugtaxi-Firma Lillium will ab 2025 Flughäfen verbinden.

Foto: Lillium

Der bayerische Flugtaxi-Entwickler Lilium setzt auf Süddeutschland. Die Flughäfen München wie auch Nürnberg würden zu Knotenpunkten für den Betrieb, kündigte das an der Verschmelzung mit dem US-Börsenmantel (Spac) Qell Acquisition arbeitende Unternehmen am Montag an. Dabei handelt es sich allerdings noch um Zukunftsmusik: Der elektrische Senkrechtstarter von Lilium durchläuft derzeit den Zertifizierungsprozess.

Betrieb

Bis 2025 will die Firma in einigen Städten und Regionen einen Airline-Service in Betrieb genommen haben. Dazu gehören neben Süddeutschland auch Nordrhein-Westfalen und Florida. Ziel ist es, in wenigen Jahren vollelektrische Verbindungen anzubieten, mit denen mehrere Passagiere gebündelt zwischen den verschiedenen Standorten transportiert werden können – laut Lilium auf einem Preisniveau vergleichbar mit herkömmlichen Verkehrsmitteln. Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Flughafen Münchens, Jost Lammert, sagte, die Verbesserung der Anbindungsqualität des Flughafens gehöre nach der Corona-Krise zu den "wichtigsten Zukunftsaufgaben".

Bei dem Ende März angekündigten Spac-Deal wird die mit Volocopter aus Deutschland und Joby aus den USA konkurrierende Firma mit rund 3,3 Milliarden Dollar bewertet. Lilium entwickelt seit fünf Jahren mit inzwischen rund 400 Ingenieuren einen hubschrauberähnlichen Senkrechtstarter, der über einen Elektroantrieb verfügt. Neu ist, dass die Münchner neben ihrem Fünf-Sitzer auch an einer Maschine mit sieben Sitzen arbeiten, die laut Lilium mit einer Reichweite von mehr als 250 Kilometern wirtschaftlich am rentabelsten ist und als erstes Modell in die Serienfertigung gehen soll. (Reuters, 19.04.2021)