Ein Trainer und ein Ex-Trainer.

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Der Rauswurf von Jose Mourinho als Tottenham-Trainer beschäftigt auch Ralph Hasenhüttl. Der steirische Coach ist mit seinem Club Southampton am Mittwoch (19.00 MESZ/live Sky) im Nachtragsmatch der 29. Runde in London zu Gast. "Das ändert alles", betonte Hasenhüttl bei der Pressekonferenz, als er auf den Trainerwechsel beim Gegner angesprochen wurde. "Alles, was du den Spielern normalerweise sagst, was sie zu erwarten haben, ist von einem Tag auf den anderen nicht mehr da."

Dadurch werde das Spiel für den Tabellen-14. nun "noch schwieriger", auch weil Tottenham am Sonntag im Liga-Cup-Finale in London (17.30 MEZ/live DAZN) gegen Manchester City um einen Titel spiele und somit rotieren könnte. Mit Blick auf dieses Endspiel meinte der ehemalige englische Teamkapitän Wayne Rooney, der von Mourinho bei Manchester United trainiert worden war, es sei "verrückt", den Coach so knapp vor einem so wichtigen Match zu feuern.

Timing

"Dieses Timing ist schon seltsam. Sie hätten damit ja auch bis nach dem Cup-Finale warten können", erklärte Rooney, der nun Trainer des Zweitligisten Derby County ist. Denn für den 35-Jährigen gibt es keinen besseren Coach als "Mou" im Fußball, um große Titel zu holen. "Mourinho ist ein Trainer, der es liebt Trophäen zu gewinnen, das ist für jeden erkennbar. Er hat so viele Trophäen in seiner Karriere gewonnen. (...) Und wenn es einen Trainer gibt, der das richtige Team findet, um gegen City in einem Cup-Finale zu spielen, dann ist es Mourinho", versicherte Rooney.

Auch für Hasenhüttl ist der 58-jährige Portugiese "der vielleicht erfolgreichste Trainer im Moment. Er hatte einen so großen Einfluss, aber kein sehr gutes Jahr mit Tottenham", merkte Österreichs Ex-Internationaler an, dass die Londoner derzeit nur auf dem siebenten Platz liegen und damit ihren eigenen hohen Ansprüchen hinterherhinken. "Sie hatten einen guten Start und sind dann ... zurückgefallen. Das ist normal im Fußball. Aber wenn du nicht erfolgreich bist, dann stehst du als Trainer unter Druck, und es kommt dann der Moment, in dem der Verein beschließt, dich zu entlassen." (APA, 20.4.2021)