Das Logo von Suse ist auch ein Chamäleon

Foto: AP, Steffen Schmid

Der deutsche Linux-Software-Anbieter Suse strebt in den nächsten Wochen an die Frankfurter Börse. Das 1992 gegründete Unternehmen selbst will dabei mit der Ausgabe neuer Aktien 500 Millionen Dollar (414 Mio. Euro) einnehmen, zudem gibt der 2018 eingestiegene schwedische Finanzinvestor EQT einen Teil seiner Aktien ab, teilte Suse am Montag mit.

Strategie

Der Betriebssystem-Anbieter will mit dem Geld einen Teil seiner Schulden zurückzahlen. Suse-Vorstandschefin Melissa di Donato erklärte: "Der geplante Börsengang gibt uns die strategische und finanzielle Flexibilität, mit der wir unsere langfristige Unabhängigkeit sichern können."

Die Transaktion soll noch im zweiten Quartal über die Bühne gehen, wie Suse ankündigte. Normalerweise dauert es von dem offiziellen Startschuss bis zur Erstnotiz rund vier Wochen. Organisiert wird die Emission von den Investmentbanken Bank of America und Morgan Stanley.

Wachstum

Reuters hatte im März berichtet, Suse strebe bei dem Börsengang eine Bewertung von sieben bis acht Milliarden Euro an. EQT hatte das Unternehmen für rund 2,5 Milliarden Dollar von Micro Focus gekauft. EQT-Partner Johannes Reichel erklärte: "EQT wird Suse auch zukünftig als größter Aktionär zur Seite stehen. Wir sind mehr denn je vom langfristigen Potenzial des Unternehmens überzeugt."

Im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende Oktober) steigerte Suse den Umsatz um 17 Prozent auf 503 Mio. Dollar. Im ersten Quartal 2020/21 ging es erneut um 17 Prozent auf 134 Mio. Dollar voran. (APA/Reuters, 26.04.2021)