Apple könnte bald wegen ihrer Sperrpolitik vor Gericht stehen.

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Matthew Price hat fast 25.000 US-Dollar für Inhalte in Apples App Store ausgegeben, die er nach der Sperrung seines Kontos nicht mehr nutzen kann. Deswegen hat der Mann in Kalifornien Klage eingereicht. Darin wirft er dem Konzern vor, mit den eigenen Geschäftsbedingungen (AGB) gegen das kalifornische Recht zu verstoßen. Damit soll auch das Tor für eine Sammelklage geöffnet werden, berichtet "Appleinsider.com".

Ohne Vorankündigung

Laut der Klage umfassten die Käufe sowohl Apps, In-App-Käufe, Programme als auch zugehörige Dienste. Der Kläger behauptet auch, dass Apple Benutzer daran hindere, auf ungenutzte Guthaben zuzugreifen, die mit einem Apple-Konto verbunden sind. Der Betroffene hatte zum Beispiel etwa sieben Dollar iTunes-Guthaben. In der Klage wird nicht angegeben, warum das Konto gekündigt wurde. Es wird jedoch behauptet, dass die Apple ID "ohne Vorankündigung, Erklärung, Richtlinie oder Verfahren" stillgelegt worden sei.

Apple hat basierend auf seiner AGB die Möglichkeit, Apple-Konten zu kündigen. In diesem Fall haben betroffene Nutzer keinen Zugang mehr auf die von ihnen gekauften Inhalte. Außerdem legt die Klage nahe, dass Apples Verhalten – insbesondere die entsprechende Klausel und die daraus resultierenden Kündigungen – "unfair, ungesetzlich, betrügerisch und illegal" sei. Der Konzern verstoße gegen mehrere Verbraucherschutzbestimmungen in Kalifornien, so der Vorwurf.

Des Weiteren soll damit der Weg für eine Sammelklage geebnet werden. Kündigungen dieser Art sollen künftig untersagt werden, den gesperrten Benutzern eine Entschädigung zukommen, so offenbar die Hoffnung. Apple hat sich zu der Sache bisher noch nicht geäußert. (red, 26.04.2021)