Manche Tage fühlen sich länger an als andere. Und nach einem langen Tag im Kreis der eigenen Familie kann es schon einmal vorkommen, dass man sich die Frage stellt: Wie verrückt sind eigentlich andere Familien? Mit welchen Problemen und Sorgen haben sie zu kämpfen? Selbst wenn die Geschichten fiktiv sind – egal, manchmal will man einfach Einblick in andere Welten. So wie der Alltag der streng orthodoxen Familie "Shtisel" in Jerusalem. Rund um Familienoberhaupt und Rabbi Shulem und seine Kinder wird über mittlerweile drei Staffeln das Bild einer Familie zwischen Tradition und eigenen Wünschen und Sorgen gezeichnet.

Will man einmal wieder so richtig weinen, sei "This is Us" samt Familie Pearson empfohlen. Zwar gab es im Fernsehen selten eine Gruppe so wehleidiger und ichbezogener Erwachsenen zu sehen, dennoch schafft es die Serie, ihr Publikum über mehrere Zeitachsen hinweg für das Leben der Familie zu interessieren und gegen Ende jeder Folge zu Tränen zu rühren. Fühlt man sich bisweilen emotional manipuliert? Definitiv. Aber es funktioniert.

Intrigantenstadel: "Succession"
Foto: Peter Kramer/HBO via AP

Und will man in familiäre Abgründe blicken, lohnt es sich, sich auf "Succession" einzulassen. Hier geht es um die Familie Roy und ihr Medienimperium, beziehungsweise die Frage, welches der vier erwachsenen Kinder es einmal vom skrupellosen alternden Vater übernehmen soll. Niemand, wirklich niemand ist in dieser Serie sympathisch oder integer. Dennoch macht es Spaß, den sich ständig verschiebenden Machtverhältnissen in dieser mehr als dysfunktionalen Familie zu folgen.

Welche ist Ihre liebste "Familienserie"?

Was macht den Alltag der porträtierten Familie so sehenswert? Wen mögen Sie am liebsten und über wen regen Sie sich am meisten auf? Teilen Sie Ihre Empfehlungen im Forum! (aan, 29.4.2021)