Die USS Firebolt setzte mehrere Warnschüsse ab.

Foto: Spc. Cody Rich/U.S. Army via AP

Ein US-Marineschiff hat im Persischen Golf Warnschüsse abgefeuert, nachdem ihm drei Schiffe der Marine der Iranischen Revolutionsgarden nahe gekommen waren. Auch ein weiteres US-Patrouillenschiff war in den Vorfall involviert, berichtete die US-Armee am Dienstag.

Solche Zwischenfälle kamen in den vergangenen fünf Jahren immer wieder vor, obwohl sie im Vorjahr fast pausierten. Behördenvertreter sagten, dass es noch zu früh sei, um über die Motivation der iranischen Streitkräfte für das Vorgehen zu spekulieren. In der Vergangenheit waren es aber oft Entscheidungen einzelner Kommandeure, die zu Zwischenfällen führten, und nicht Befehle hoher iranischer Führer.

"Die US-Crews haben mehrfach über Funk und via Sirenen Warnungen abgesetzt, doch die iranischen Schiffe haben ihre nahen Manöver fortgesetzt", hieß es in einem Statement der US-Armee.

Iran-Verhandlungen in Wien

Der Zwischenfall – und auch ein weiterer zu Beginn des Monats – kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und der Iran gemeinsam mit anderen Weltmächten in Wien indirekt über das Atomabkommen JCPOA verhandeln. Die USA hatten dieses unter Donald Trump 2018 verlassen.

Laut US-Informationen soll Robert Malley, der Sondergesandte für den Iran, an den Gesprächen teilnehmen. "Er befindet sich entweder auf den Weg oder ist bereits angekommen", sagte Pressesprecherin Jen Psaki am Dienstag. (red, 28.4.2021)