Mourinho beim Packen.

Foto: REUTERS/Toby Melville TPX

Startrainer Jose Mourinho hat nur zwei Wochen nach seiner Entlassung bei Tottenham Hotspur einen neuen Klub gefunden. Der Portugiese übernimmt zur kommenden Saison den italienischen Traditionsklub AS Roma. Mourinho, der bereits von 2008 bis 2010 mit Inter Mailand in der Serie A gearbeitet und dort das Triple gewonnen hatte, folgt auf seinen Landsmann Paulo Fonseca.

"Es ist der gleiche Ehrgeiz und Antrieb, der mich immer motiviert hat, und gemeinsam wollen wir in den kommenden Jahren ein erfolgreiches Projekt aufbauen", wurde Mourinho in einem Klubstatement zitiert und verwies auf die "unglaubliche Leidenschaft der Roma-Fans", die ihn überzeugt habe, den Job anzunehmen.

Vertrag bis 2024

Dass er seine größten Erfolge als Trainer eines Konkurrenzklubs feierte, ist für ihn kein Problem. Schon vor wenigen Tagen sagte Mourinho in einem "Times"-Interview: "Ich habe eine besondere Beziehung zu Inter, aber wenn ich einmal in Italien einen Rivalen trainiere, denke ich nicht zweimal nach. Ich habe einen professionellen Zugang zu diesen Dingen."

Nach Inter trainierte der mittlerweile 58-Jährige mit wechselhaftem Erfolg Real Madrid, Chelsea, Manchester United und zuletzt eben Tottenham.

Roma-Klubpräsident Dan Friedkin freut sich jedenfalls auf den prominenten Neuzugang auf der Trainerbank: "Wir sind begeistert und glücklich, Jose Mourinho in der Roma-Familie begrüßen zu können. Er ist ein großer Champion, der Pokale auf jedem Niveau gewonnen hat." Mourinho erhält einen Vertrag bis 2024.

Fonsecas Ende

Wenige Stunden zuvor hatte die Roma die Trennung von Fonseca zum Saisonende verkündet. Die Italiener hatten den Portugiesen im Juni 2019 als Nachfolger von Claudio Ranieri geholt. In seiner ersten Saison wurde Fonseca, der zuvor mit Schachtar Donezk sieben Titel einfuhr, Fünfter. Nach dem jüngsten 2:6 gegen Manchester United im Halbfinalhinspiel der Europa League war die Kritik aber lauter geworden. Und in der Serie A liegt Rom derzeit nur auf Rang sieben. Weil allerdings Atalanta Bergamo und Juventus Turin das Pokalfinale bestreiten, reicht dieser in diesem Jahr zumindest für einen Platz in der neuen Conference League.

"In den vergangenen zwei Jahren haben wir viele Höhen und Tiefen erlebt, aber ich habe immer alles für diesen Verein und diese Stadt gegeben", sagte Fonseca, der die Saison noch beenden darf: "Wir haben noch einige wichtige Spiele vor uns." Am Donnerstag steht zunächst das Halbfinal-Rückspiel in der Europa League gegen ManUnited an. (APA, sid, red, 4.5.2021)