Manchester City plant gegen Chelsea die Meisterfeier.

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Manchester/London – Nach einem Heimsieg gegen Chelsea am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) dürfte Manchester City die Korken knallen lassen. Der Tabellenführer in England hätte dann 16 Punkte Vorsprung auf Verfolger Manchester United, dem nur noch fünf Spiele bleiben. Für die "Citizens" wäre es der fünfte Premier-League-Titel in zehn Jahren. Klar ist seit dieser Woche auch, dass das Spiel des Ersten gegen den Vierten die Generalprobe für das Champions-League-Finale am 29. Mai in Istanbul darstellt.

City dominierte am Dienstag beim 2:0-Sieg gegen Paris Saint-Germain, der den erstmaligen Aufstieg ins Finale von Europas wichtigstem Clubbewerb bedeutete. Chelsea fügte Real Madrid eine 0:2-Niederlage zu und machte damit das rein englische Endspiel perfekt. Derzeit verschwende City-Trainer Pep Guardiola daran aber "keinen einzigen Gedanken, weil wir die Premier League noch nicht gewonnen haben", wie er betonte. "Wenn wir die Premier League haben, morgen oder in den nächsten Wochen, wird der Fokus auf der Champions League sein. Aber ich bin da vorsichtig."

Der Katalane wurde von den Geldgebern des Clubs aus den Vereinigten Arabischen Emiraten engagiert, um City zur Topadresse in Europa zu machen, dabei stellte Guardiola am Freitag erneut klar: "Ich habe immer gesagt, die Premier League ist der wichtigste Titel." Die Champions League sei "speziell und schön", der nationale Titel aber steht für Konstanz und viele andere Dinge.

"Kein Vorteil, aber gutes Gefühl"

Die "Blues" haben unter Trainer Thomas Tuchel, der im Jänner das Zepter von Frank Lampard übernahm, einen Sprung gemacht und Stabilität gefunden. Die Londoner stehen am 15. Mai auch im FA-Cup-Finale, Gegner ist Leicester City. Im Halbfinale im April hatte Chelsea gegen ManCity durch ein Tor von Hakim Ziyech das bessere Ende für sich. Das knappe 1:0 war das bisher letzte Aufeinandertreffen der beiden Großclubs.

"Das gibt uns zwar keinen Vorteil, aber es gibt uns ein gutes Gefühl. Es gibt uns Selbstvertrauen", stellte Tuchel fest. "Wir werden exakt das gleiche Level wieder brauchen", fügte er hinzu. Der frühere Dortmund-Coach hatte City schon als "Benchmark" für seine Mannschaft bezeichnet. Guardiola wiederum sagte, er habe größten Respekt vor Tuchel. "Es ist immer schön, seinen Teams zuzuschauen."

Für Chelsea geht es noch darum, den Top-vier-Platz abzusichern, der in England die direkte Champions-League-Qualifikation mit sich bringt. Der aktuelle Fünfte West Ham lauert mit drei Punkten weniger. Auch Tottenham und Titelverteidiger Liverpool haben noch Chancen, es in das elitäre Quartett zu schaffen. Die "Reds" treffen am Samstagabend auf Ralph Hasenhüttls Teams aus Southampton, ein Sieg ist gewissermaßen Pflicht. Tottenham gastiert davor bei Leeds United. (APA, 7.5.2021)