Torjäger.

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Freiburg – Weltfußballer Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat Gerd Müllers Bundesliga-Rekord von 40 Treffern in einer Saison eingestellt. Der 32-jährige Pole traf am Samstag beim 2:2 gegen den SC Freiburg in der 26. Minute per Elfmeter und egalisierte damit Müllers Bestmarke aus der Spielzeit 1971/72. Nach seinem Treffer präsentierte er ein schwarzes T-Shirt mit dem Konterfei Müllers und der weißen Aufschrift "4EVER GERD" unter seinem Trikot.

Die Spieler um David Alaba und der Trainerstab der Bayern bildeten vor der Auswechselbank an der Seitenlinie ein Spalier für ihn und applaudierten. Schon fünfmal (2014, 2016, 2018, 2019, 2020) war Lewandowski Bundesliga-Torschützenkönig, seine bisherige Saisonbestmarke waren 34 Tore. Die erfolgreiche Rekordjagd ist auch deswegen bemerkenswert, weil der Angreifer nach einer Knieverletzung Ende März vier Meisterschaftspartien verpasst hatte. Lewandowski fehlte den Bayern auch schmerzlich beim Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain.

Gegen die Freiburger mit Philipp Lienhart kamen die als Meister feststehenden Bayern nach weiteren Toren von Leroy Sane (53.) beziehungsweise Manuel Gulde (29.) und Christian Günter (81.) nur zu einem 2:2.

"Ich hätte nie gedacht, dass das passiert. Was Gerd Müller gemacht hat, ist unglaublich. Mit ihm den Rekord zu teilen, macht mich sehr, sehr stolz", sagte Lewandowski bei Sky.

Mit nun 276 Bundesliga-Toren liegt Lewandowski hinter dem ehemaligen Bayern-Stürmer Müller (365) auf Platz zwei der ewigen Torschützenliste. Womöglich kann Lewandowski auch diese Bestmarke in den kommenden Jahren noch angreifen. Sein aktueller Vertrag in München läuft noch bis 30. Juni 2023.

Katzenjammer in Frankfurt

Keinen Grund zum Jubel gab es für Eintracht Frankfurt: Der Club des im Sommer nach Mönchengladbach wechselnden Trainers Adi Hütter verlor bei Schlusslicht und Fixabsteiger Schalke 3:4. Die Defensive der Hessen leistete sich zahlreiche Aussetzer, weshalb der Champions-League-Startplatz wohl verloren ist.

Dortmund müsste die letzten beiden Partien verlieren und die Frankfurter, bei denen Martin Hinteregger durchspielte, ihr letztes Match gewinnen, damit es das Hütter-Team noch in die "Königsklasse" schafft.

Kalajdzic knipst

Sasa Kalajdzic scorte beim 2:1-Auswärtserfolg des VfB Stuttgart gegen Gladbach das entscheidende Tor der Schwaben. Der ÖFB-Teamspieler spitzelte gegen Gladbach einen Schuss von Pascal Stenzel ins Eck (77.) und hält damit bei 16 Liga-Saisontoren. Bei den Verlierern spielte Stefan Lainer durch, Valentino Lazaro kam in der 64., Hannes Wolf in der 84. Minute.

Im Abstiegskampf gab es noch keine Entscheidung. Der Vorletzte 1. FC Köln (30 Punkte) holte ein 0:0 bei der nunmehr geretteten Hertha (35). Werder Bremen (31) liegt nach einem 0:2 beim FC Augsburg (36), der ebenfalls definitiv oben bleibt, auf dem Relegationsplatz. Einen Platz davor rangiert Arminia Bielefeld (32) nach einem 1:1 bei Hoffenheim. Bayer Leverkusen und Union Berlin trennten sich 1:1. (APA, sid, red, 15.5.2021)

Samstag, 15.05.2021

Schalke 04 – Eintracht Frankfurt 4:3 (1:1)
Schalke: Schöpf und Langer Ersatz;
Eintracht: mit Hinteregger, Ilsanker Ersatz, Trainer Hütter

Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 1:2 (1:0)
Gladbach: mit Lainer, Lazaro ab 64., Wolf ab 84.;
Stuttgart: mit Kalajdzic (Tor zum 1:2/77.)

Bayer Leverkusen – Union Berlin 1:1 (1:0)
Leverkusen: mit Dragovic, ohne Baumgartlinger (Aufbautraining);
Berlin: Trimmel bis 66.

Bielefeld – TSG Hoffenheim 1:1 (1:1)
Arminia: mit Prietl, Gebauer Ersatz;
Hoffenheim: mit Grillitsch und Posch, ohne Baumgartner (verletzt)

SC Freiburg – Bayern München 2:2 (1:1)
Freiburg: mit Lienhart;
Bayern: mit Alaba

Hertha BSC Berlin – 1. FC Köln 0:0
Köln: Kainz bis 60.

FC Augsburg – Werder Bremen 2:0 (0:0)
Augsburg: Gregoritsch ab 93.;
Werder: Friedl ab 56., ohne Schmid

Sonntag, 16.05.2021
FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 18.00 Uhr
RB Leipzig – VfL Wolfsburg 20.30 Uhr