US-Präsident Joe Biden unterzeichnete das Gesetz am Donnerstag.

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Washington – In den USA soll der Gedenktag "Juneteenth", der das Ende der Sklaverei markiert, bundesweiter Feiertag werden. Nach der einstimmigen Zustimmung durch den Senat verabschiedete auch das Repräsentantenhaus am Mittwochabend (Ortszeit) einen entsprechenden Gesetzentwurf mit 415 zu 14 Stimmen. Am Donnerstagnachmittag unterzeichnete Präsident Joe Biden das Gesetz , wie das Weiße Haus mitteilte.

In den südlichen Bundesstaaten bereits Feiertag

Jedes Jahr wird in den USA am 19. Juni "Juneteenth" begangen. An dem Tag wird des Endes der Sklaverei gedacht – am 19. Juni 1865 war die Emanzipationsproklamation zur Befreiung der Sklaven in Texas bekanntgemacht worden. In dem südlichen Bundesstaat und einigen weiteren ist "Juneteenth" bereits Feiertag.

"Bundesweite Feiertage sind etwas Wichtiges. Es sind Tage, an denen wir als Nation beschlossen haben, innezuhalten und Bilanz zu ziehen", sagte US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei der Zeremonie im Weißen Haus. "Wir müssen aus unserer Geschichte lernen. Und wir müssen unseren Kindern unsere Geschichte beibringen." Biden erklärte, dass es an diesem Tag darum gehe, sich an den "moralischen Schandfleck", an "Amerikas Erbsünde" zu erinnern. "Wenn wir uns an diese Momente erinnern, beginnen wir zu heilen und werden stärker."

Widerstand aufgegeben

Die Verabschiedung des Gesetzentwurfs war im vergangenen Jahr zunächst an einem republikanischen Senator gescheitert. Als Grund hatte Ron Johnson aus dem Bundesstaat Wisconsin Bedenken zu den Kosten angeführt. Seinen Widerstand gab er diese Woche jedoch auf.

Da sich die Demokraten durch die Wahlen 2020 das Präsidentenamt und eine knappe Mehrheit im Senat sichern konnten, haben sich die Machtverhältnisse zudem seither verschoben. Die landesweiten Proteste und die Debatte über Rassismus, die durch den gewaltsamen Tod mehrerer Schwarzer bei Polizeieinsätzen entfacht wurden, verschafften dem Vorhaben weiteren Antrieb. (APA, 17.6.2021)