Die Polizei (Symbolbild) fand das Kind vier Kilometer von der Wohnung entfernt in einem Waldstück.

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Lissabon – Portugal feiert ein kleines Wunder: Ein seit Mittwochfrüh vermisstes zweieinhalbjähriges Kind ist nach 40 Stunden in einem Waldgebiet der Gemeinde Proença-a-Velha lebend gefunden worden – in etwa vier Kilometer Entfernung von der Wohnung der Eltern. Noah sei am Donnerstag kurz nach 20 Uhr (21 Uhr MESZ) von Passanten gesehen worden, die sofort die Polizei alarmiert hätten, berichteten Medien am Freitag unter Berufung auf die Behörden.

Vermutlich weggelaufen

Der Bub sei vermutlich weggelaufen, es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, sagte ein Polizeisprecher. Das Kind weise leichte Kratzer auf und sei geschwächt, ansonsten gehe es ihm aber gut. Aus Sicherheitsgründen habe es die Nacht in einer Klinik in Castelo Branco, rund 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon, verbracht.

Die Suche nach Noah, an der fast 130 Angehörige des Zivilschutzes, von Polizei und Feuerwehr mit Unterstützung von Drohnen und Freiwilligen teilgenommen hatten, hatte ganz Portugal in Atem gehalten. Am Freitag war die Nachricht Hauptthema vieler TV-Sendungen und auch in den sozialen Netzwerken. Die Zeitung "Correio da Manha" und andere Medien titelten unisono: "Ein Wunder!". (APA, 18.6.2021)