Facebook sucht schon seit längerem nach einem Weg, um das enorm populäre Whatsapp zu monetarisieren.

Foto: AP/Sison

Whatsapp soll ausgebaut werden. Künftig wird das soziale Netzwerk auch Online-Shops beinhalten. Das kündigt der Chef des Mutterkonzerns Facebook, Mark Zuckerberg, an. Zudem erläutert das Unternehmen seine Pläne in einem Blogeintrag. Zunächst soll das Feature in einigen ausgewählten Ländern ausgerollt werden. Unternehmen, die Whatsapp Business nutzen, sollen dann ihre Produkte direkt über den Messenger bewerben können.

Auch beim Facebook-Marketplace sollen Shops folgen. Zudem arbeitet das Unternehmen an Instagram Visual Search: Durch diese sollen Nutzer nach Produkten in Bildern suchen können – beispielsweise, indem sie ein Kleidungsstück in einem Foto antippen. Auch soll künftig die Suche anhand selbst erstellter Fotos ermöglicht werden. Weiters will das Unternehmen die Möglichkeit schaffen, die Produkte im Fall von Bekleidung anhand von Augmented Reality direkt visuell "ausprobieren" zu können.

Werbeschaltungen anpassen

Zudem sollen Shop-Werbeschaltungen weiter angepasst werden. So könnten Käufer personalisierte Angebote je nach ihrem Nutzungsverhalten bekommen. Zudem könnten Produkte in einem Shop speziell dem User entsprechend angepasst werden. Während es zwar immer wieder Medienberichte über diese Pläne gegeben hat, hatte Facebook sich zuvor noch nie dazu geäußert, in welcher Form Werbung konkret geschaltet werden soll.

Facebook sucht schon seit längerem nach einem Weg, um das enorm populäre Whatsapp zu monetarisieren. Auch die Aktualisierung der Nutzungsbedingungen des Unternehmens, die in den vergangenen Monaten für Kritik gesorgt hatte, drehte sich zum Teil darum: So soll der Austausch zwischen Unternehmen und ihren Kunden via Whatsapp durch den neu formulierten Text möglich gemacht werden. Mit Whatsapp Business will Facebook sich nämlich als Schnittstelle zwischen Konsumenten und Firmen etablieren. (red, 23.6.2021)