In den Trümmern des als Champlain Towers South bekannten Wohnkomplexes wird nach Überlebenden gesucht.

Foto: Reuters / SENATOR JASON PIZZO

Miami – Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida ist die Zahl der geborgenen Todesopfer erneut gestiegen. In den Trümmern seien zwei weitere Opfer gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Mittwochabend an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Die Zahl der Toten habe sich damit auf 18 erhöht. Fast 150 Menschen gelten nach Angaben von Levine Cava weiter als vermisst.

Besuch Bidens

US-Präsident Joe Biden reist aus diesem Grund am Donnerstag an den Unglücksort. Der Präsident wird die Stadt Surfside nördlich von Miami Beach gemeinsam mit seiner Ehefrau Jill besuchen und sich ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe machen.

Das zwölfstöckige Wohngebäude Champlain Towers South war vor einer Woche mitten in der Nacht teilweise eingestürzt. Die Menschen waren im Schlaf von dem Unglück überrascht worden. Rettungskräfte suchen seitdem in den Trümmern fieberhaft nach Vermissten.

Am Mittwoch wurden nun zwei weitere Opfer gefunden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Unter den Todesopfern seien zwei Kinder im Alter von vier und zehn Jahren, hieß es.

Die genaue Ursache des Unglücks ist unbekannt. Ein Gutachten hatte aber bereits 2018 "große strukturelle Schäden" an dem 1981 fertiggestellten Gebäude festgestellt. (APA, red, 1.7.2021)