Bitcoin und Co sollten kritisch betrachtet werden.

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Der Vize-Chef der US-Notenbank Fed, Randal Quarles, hat vor zu viel Enthusiasmus bei Kryptowährungen gewarnt. Der jahrhundertelange Enthusiasmus für Neues in den USA sei meist vorteilhaft gewesen, sagte Quarles in einer Rede vor einer Bankenvereinigung. Doch die ebenso amerikanische Anfälligkeit für Übertreibungen und die Angst, etwas zu verpassen, habe manchmal zum massenhaften Aussetzen des kritischen Denkens und Modeerscheinungen geführt.

Risiken

Digitales Zentralbankgeld könne ernsthafte Risiken bergen, warnte Quarles. Wenn es um den flüchtigen Hype für ausgebeulte Fallschirmhosen in den 80er-Jahren gehe, seien die Folgen "lediglich rätselhaft oder peinlich". Bei einer Währung könne es ernster sein. Quarles forderte deshalb eine sorgfältige, kritische Analyse solcher Kryptowährungen.

Der Fed-Vize zeigte sich grundsätzlich sehr skeptisch: Gold werde immer glänzen, aber Neuheiten verblassten. Bitcoin und ähnliche Angebote würden ziemlich sicher eher ein "riskantes und spekulatives Investment bleiben als ein revolutionäres Zahlungsmittel". (APA/AFP, 29.6.2021)