Die Pandemie hat immerhin auch gezeigt, dass flexibles Arbeiten von überall aus in vielen Fällen möglich ist. Die internationale Studie einer Unterkunftsplattform untersucht nun, welche Städte dafür am attraktivsten sind. Dazu wurden verschiedene Aspekte untersucht, etwa die Rechtslage, die Lebenshaltungskosten und die Lebensqualität. Das Ergebnis fasst im Work-from-Anywhere-Index zusammen, welche Städte insgesamt am besten dafür aufgestellt sind, diese neue Generation von digitalen Arbeitern mit speziellen Visa, Infrastrukturen für Remote-Work und mehr anzuziehen. Das sind die Top Ten und weitere Details:

Platz 10: Berlin

Auch Wien kommt in dem Ranking von 75 Großstädten vor, schafft es aber nur auf den 18. Platz. Als einzige Metropole im deutschsprachigen Raum ist Berlin gerade noch in den Top Ten vertreten.

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Platz 9: Montreal

In der weltweiten Untersuchung, die die kanadische Stadt Montreal insgesamt auf dem neunten Platz sieht, wurden noch viele weitere Details erhoben. So bieten etwa nur zehn Städte, darunter Zagreb, Prag oder Reykjavík, spezielle Visa für Telearbeiter an.

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Platz 8: Glasgow

Die schottische Stadt Glasgow belegt zwar insgesamt den achten Platz, scheint aber nicht in den Spitzenplätzen der Kategorie "Wetterbedingungen" auf. Dabei belegt Las Palmas den ersten Platz, Tallinn erhält die besten Werte für die kombinierte Lärm-, Luft- und Lichtverschmutzung.

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Platz 7: Singapur

Die siebentplatzierte Stadt Singapur gehört eher zu den teuren, was die Mieten betrifft. Sein Homeoffice richtet man in Rio de Janeiro am günstigsten (119 € pro Monat) ein, gefolgt von Sankt Petersburg (139 €) und Istanbul (169 €).

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Platz 6: Tokio

Was die Verfügbarkeit von Unterkünften betrifft, sieht es in Tokio (guter sechster Gesamtplatz) und Wien (nur Platz 50 von 75 in dieser Kategorie) recht schlecht aus. Am einfachsten bekommt man etwas in der süditalienischen Stadt Bari.

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Platz 5: London

Auch die Durchimpfungsrate wurde untersucht. London (Gesamt auf Platz fünf) findet man dabei auch auf den vorderen Rängen, wenngleich US-Städte diese Rangliste anführen. Boston hatte zum Untersuchungszeitpunkt die höchste Rate, gefolgt von Honolulu und Seattle.

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Platz 4: Tallinn

Viertplatziert ist die estnische Hauptstadt, die nicht nur ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung ist, sondern Telearbeitern auch ein eigenes Visum anbietet. Ebenfalls einbezogen wurden in das Ranking die Unterstützung für die Geschlechtergleichstellung sowie die Inklusivität von Minderheiten und der LGBT+-Community – da schneidet Tallinn nicht ganz so gut ab.

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Platz 3: Sydney

In den Top drei der besten Städte für Remote-Arbeit finden sich gleich zwei australische Metropolen. Gut zu wissen, dass Australien Visa für digitale Nomaden anbietet, denn eigentlich lässt man Corona-bedingt voraussichtlich bis Jahresende 2021 sonst niemanden einreisen.

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Platz 2: Dubai

"Mehr und mehr Städte werden sich an diese neue Arbeitsweise anpassen, um von dem wirtschaftlichen Auftrieb zu profitieren, den diese Arbeiter bringen", sagt Omer Kucukdere, CEO der Unterkunftsplattform Nestpick und Auftraggeber der Studie. Ganz besonders trifft seine Aussage auf Dubai zu, das jetzt schon viele digitale Nomaden beherbergt.

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Platz 1: Melbourne

Melbourne im Südosten Australiens nimmt nicht nur regelmäßig einen Spitzenplatz unter den lebenswertesten Städten ein, sondern führt auch den Work-from-Anywhere-Index an. Melbourne ist demnach die ideale Stadt für Remote-Work: Kosten, Infrastruktur, Gesetzgebung und Freiheiten scheinen dort aktuell am besten zu passen. (Sascha Aumüller, x.7.2021)

Quelle: Nestpick

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