Tourismus-Hotspot Kotor: Steigende Fallzahlen machen Montenegro Sorgen.

Foto: REUTERS/Stevo Vasiljevic

Podgorica – Die montenegrinischen Behörden haben strengere Kontrollen der Coronavirus-Schutzmaßnahmen angekündigt, nachdem es in den vergangenen Tagen zum Anstieg der Krankheitsfälle gekommen war. Am Dienstag wurden 65 neue Krankheitsfälle gemeldet, um ein Drittel mehr als in den Tagen zuvor. Bei der Einreise nach Montenegro gelten für Bürger aus der EU und der Nachbarstaaten derzeit keine Auflagen, weder ein Impfnachweis noch ein PCR-Test für die Nichtgeimpften ist nötig.

Nach Worten von Igor Galic, dem Leiter des staatlichen Institutes für öffentliche Gesundheit, würde besondere Aufmerksamkeit der Küstenregion gelten, wo sich derzeit laut Medienberichten etwa 100.000 Touristen aufhalten. Von den aktuellen 461 Krankheitsfällen gebe es über 200 an der Küste.

Abstand und Nachweise

Unter die Lupe genommen werden soll etwa die Einhaltung der Schutzmaßnahmen in der Gastwirtschaft. Bei Verstößen müssen Kaffeehäuser und Restaurants ab nun mit der Schließung der Lokale zwischen drei und 30 Tagen rechnen. Nasen- und Mundschutz ist obligatorisch, in Innenräumen müssen die Tische, an denen nicht mehr als vier Gäste zusammensitzen dürfen, durch Barrieren von einander getrennt werden. Für den Zutritt in die Nachtlokale sind eine Impfbestätigung oder eine negative PCR-Probe obligatorisch.

In dem Küstenstaat mit rund 600.000 Einwohnern wurden bisher 32,1 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft. Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmenquellen Montenegros. Die Behörden rechnen heute mit Einnahmen in der Höhe von etwa 700 Millionen Euro. Anfang Juli lag die Touristenzahl nach Angaben der Nationalen Fremdenverkehrsorganisation etwa neunmal höher als im Vorjahr bzw. bei etwa 70 Prozent der Touristenzahl im Jahre 2019. (APA, 21.7.2021)

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