Peking – China hat am Dienstag eine Magnetschwebebahn mit einer Höchstgeschwindigkeit von 600 Kilometern pro Stunde vorgestellt, wie staatliche Medien berichten. Die Höchstgeschwindigkeit würde den von China selbst entwickelten und in der Küstenstadt Qingdao hergestellten Zug zum schnellsten Bodenfahrzeug der Welt machen.

China nutzt die Magnetschwebebahn-Technologie bereits seit fast zwei Jahrzehnten, allerdings in sehr begrenztem Umfang.
Foto: imago images/Xinhua

Mithilfe elektromagnetischer Kraft gleitet die Magnetschwebebahn über der Schiene, ohne dass der Zug die Schiene berührt. China nutzt die Technologie bereits seit fast zwei Jahrzehnten in sehr begrenztem Umfang. In Schanghai gibt es eine kurze Magnetschwebebahnlinie, die von einem der Flughäfen in die Stadt führt.

Peking–Schanghai in zweieinhalb Stunden

Während es in China noch keine stadt- oder landesübergreifenden Magnetschwebebahnlinien gibt, die die höheren Geschwindigkeiten nutzen könnten, haben einige Städte, darunter Schanghai und Chengdu, mit der Forschung begonnen.

Bei 600 km/h würde es nur zweieinhalb Stunden dauern, um mit dem Zug von Peking nach Schanghai zu fahren – eine Strecke von mehr als 1.000 Kilometern. Im Vergleich dazu würde die Reise mit dem Flugzeug drei Stunden und mit dem Hochgeschwindigkeitszug 5,5 Stunden dauern.

Länder von Japan bis Deutschland wollen ebenfalls Magnetschwebebahnnetze aufbauen, obwohl hohe Kosten und die Inkompatibilität mit der aktuellen Schieneninfrastruktur Hürden für eine schnelle Entwicklung darstellen. (Reuters, red, 22.7.2021)

Weiterlesen

Reisehöhe 3.000 Meter: Ein neuer "Bullet-Train" auf dem "Dach der Welt"

Der tiefste Pool der Welt hat in Dubai eröffnet

Chengdu Tianfu International Airport: Chinas neuer Megaflughafen