Japans Tennisstar Naomi Osaka hat um 23.48 Uhr Ortszeit das olympische Feuer in Tokio entzündet und damit für den Höhepunkt der Eröffnungsfeier gesorgt. Eröffnet wurden die Spiele um 23.14 Uhr Ortszeit vom japanischen Kaiser Naruhito. In Tokio stehen 339 Entscheidungen auf dem Programm.

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Die zweiten Tokio-Spiele nach jenen – für Österreich medaillenlosen – 1964 finden aufgrund der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verspätung unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zuschauer sind wegen steigender Infektionszahlen nicht zugelassen und waren es somit auch nicht bei der Eröffnungsfeier.

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Dennoch waren nach offiziellen Angaben rund 10.400 Personen im Stadion, darunter 6.000 Aktive und Delegationsmitglieder. Dazu kamen Showdarsteller, Offizielle und Medienvertreter. Es war eine reduzierte, fernsehgerechte Aufbereitung, die freilich nicht an glanzvolle Eröffnungen jüngster Spiele herankam, aber doch etwas japanische Kultur vermittelte.

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Das ÖOC war mit rund zwei Dutzend Personen dabei, Fahnenträger waren die Segler Tanja Frank und Thomas Zajac. Erstmals waren für diese Aufgabe Pärchen aus Sportlerin und Sportler vorgesehen. Frank/Zajac sind Bronzemedaillengewinner von Rio 2016 im Nacra 17.


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Hinter Frank und Zajac einmarschiert sind u. a. die Seglerinnen Barbara Matz und Lorena Abicht, Judoka Sabrina Filzmoser, das Tennisduo Oliver Marach und Philipp Oswald, Vielseitigkeitsreiterin Lea Siegl sowie die Tischtennisspielerinnen Liu Yuan und Karoline Mischek.

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Es waren kaum Würdenträger aus dem Ausland angereist. Als einer der wenigen Staatschefs war Südkoreas Präsident Moon Jae-in dabei. Auch die Frau von US-Präsident Joe Biden, First Lady Jill Biden, und der französische Präsident Emmanuel Macron waren im Stadion anwesend.

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IOC-Chef Bach nahm später zur speziellen Situation Stellung. "Heute ist ein Moment der Hoffnung. Er unterscheidet sich sehr von allem, was wir uns vorgestellt haben. Aber lasst uns diesen Moment feiern, denn endlich sind wir alle hier zusammen", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees.

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Japans Staatsoberhaupt Naruhito folgte seinem Großvater. Kaiser Hirohito hatte die Spiele 1964 eröffnet. Diese waren knapp zwei Jahrzehnte nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg im Land mit Enthusiasmus zelebriert worden. Diesmal wird das weltweit größte Sportereignis von der Mehrheit der japanischen Bevölkerung wegen der Pandemie-Auswirkung abgelehnt.

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Rund um die Eröffnungsfeier gab es am Freitag in Tokio auch vereinzelte Proteste. Vor dem Rathaus hatten sich Dutzende von Menschen, umringt von Polizisten, versammelt. Auf Bannern stand "Löscht die olympische Fackel" und "Kein Olympia" sowie "Globales Verbrechen gegen Japan". (APA; 23.7.2021)

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