Tesla ist im Moment der wertvollste Automobilkonzern der Welt.

Foto: Reuters, Lucas Jackson

Tesla hat sich dazu entschieden, die Sammelklage um die künstliche Drosselung der Model-S-Akkus beizulegen, und stimmte zu, insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar an die knapp 1.700 betroffenen Model-S-Besitzer in den USA zu zahlen, berichten "Reuters" und "Electrec".

625 US-Dollar pro Kopf

Im Rahmen des Vergleichs zahlt Tesla jedem betroffenen Besitzer rund 625 US-Dollar. Aufgrund von Anwalts- und Gerichtskosten entstehen insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar an Kosten. Laut der Klage habe Tesla 2019 ein Software-Update veröffentlicht, das zu einer Verringerung der Reichweite um zehn Prozent geführt habe. Im Zuge eines weiteren Updates sei die Reichweite der Autos leicht angewachsen, dennoch sei die Kapazität weiterhin um sieben Prozent geringer gewesen.

Zu dem Zeitpunkt gab der Konzern an, dass die Drosselung dem Schutz des Akkus diene und so die Lebenszeit verlängert werden könne. Erst im Frühjahr des Jahres 2020, zehn Monate nach dem ersten, drosselnden Update, nahm Tesla die Drosselung wieder zurück.

Der Konzernchef Elon Musk nahm dazu auf Twitter Stellung und kommentierte: "Wenn wir uns irren, haben wir unrecht. In diesem Fall hatten wir es."

Wiederholungstäter

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Tesla wegen der Drosselung des Akkus zur Kassa gebeten wird. Im Mai entschied auch ein Gericht in Norwegen gegen den E-Auto-Hersteller, der im Zuge des Schuldspruchs jedem Betroffenen 13.000 Euro Schadensersatz auszahlen muss. (red, 3.8.2021)