Der Tanker Mercer Street, der von iranischen Drohnen attackiert worden sein soll.

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New York – Für den Angriff auf einen Öltanker vergangene Woche vor der ostafrikanischen Küste war nach Darstellung von Großbritannien, Rumänien und Liberia mit "hoher Wahrscheinlichkeit" der Iran verantwortlich. Die drei Staaten erhoben den Vorwurf in einem Brief an den Uno-Sicherheitsrat, in den die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag Einblick erhielt. "Dieser Angriff muss von der Staatengemeinschaft verurteilt werden", hieß es weiter.

Zwei Tote nach Angriff auf Tanker

Aus Diplomatenkreisen verlautete, die britische Regierung werde den Vorfall vermutlich bei einer nichtöffentlichen Sitzung des Rats thematisieren. Der Iran hatte bereits am Sonntag israelische Vorwürfe zurückgewiesen, für den Vorfall verantwortlich zu sein.

Bei dem Angriff auf den Tanker Mercer Street am Donnerstag waren nach Angaben des israelischen Schiffsbetreibers zwei Seeleute ums Leben gekommen. Einer der beiden war Brite, der andere Rumäne. Das von dem israelischen Unternehmen Zodiac Maritime betriebene Schiff gehört einem japanischen Eigentümer und fährt unter der Flagge Liberias. Am Dienstag kam es zu einem erneuten Vorfall in der Region, dessen genauer Verlauf zunächst unklar war. In Sicherheitskreisen hieß es zunächst, vom Iran unterstützte Kräfte hätten den Tanker Asphalt Princess gekapert. Der Iran wies die Vorwürfe umgehend zurück. (APA, 4.8.2021)