Foto: Reuters, BENOIT TESSIER

Egal ob "God of War Ragnarök" oder "Battlefield 2042" – kommende Blockbuster alternativ in VR zu erleben, dürfte zumindest Spielern mit einem starken Magen die Freudentränen aus den Augen drücken. Auf einer Entwicklerkonferenz soll Sony dieses Feature tatsächlich versprochen haben – und noch einiges mehr.

Next-Gen-VR

Sony Playstation arbeitet bekanntermaßen an einem Nachfolger des erfolgreichen Virtual-Reality-Headsets Playstation VR. Bis jetzt wusste man allerdings nur, dass außer einer deutlich stärkeren Hardware auch ein neuer Controller das Paket für Neukäufer attraktiv machen soll. Wie einige Medien am Donnerstag berichteten, soll auf einer Entwicklerkonferenz mehr vom Nachfolgermodell gezeigt worden sein.

Unter dem Arbeitstitel Next-Gen-VR (NGVR) präsentierte Sony offenbar neben dem Headset auch die neuen Controller, die neben einer Touch-Oberfläche auch erkennen sollen, wie weit die Finger von den Sensoren entfernt sind. Besonders bemerkenswert macht das Feature, dass alle Blockbuster-Games alternativ in VR erlebt werden könnten, wie das bisher nur bei Ausnahmetiteln wie etwa "Resident Evil 7" möglich war.

Der Blickwinkel soll mit 110 Grad um zehn Grad weiter blicken lassen, als das beim Vorgängermodell möglich war. Die beiden OLED-Displays sollen eine Auflösung von 2.000 x 2.040 Pixel mitbringen. Bei der aktuellen Version muss man noch mit 960 x 1080 Pixeln pro Auge Vorlieb nehmen. Ein zusätzlicher Schub für die technische Performance soll die verbaute Augenerkennung bieten, die jenen Teil des Blickfeldes schärfer auflösen soll, den der Nutzer gerade anvisiert.

Den Schritt in die Kabellosikeit wird man mit NGVR noch nicht schaffen, aber zumindest soll die Reduktion auf ein Kabel, das mit der Playstation 5 verbunden wird, ausreichen. Derzeit muss noch eine zusätzliche Box an das Headset angeschlossen werden. Offiziell bestätigt wurden diese Neuigkeiten von Sony allerdings noch nicht. Wahrscheinlich wird man in ein paar Monaten einen Online-Event zu dem Thema abhalten. Eile ist nicht nötig, schließlich soll das Headset frühestens 2022 erscheinen.

Erfolg verpflichtet

Bereits 2016 erschien Playstation VR, damals noch für die Playstation 4. Gesteuert wird seitdem mit den noch älteren Move Controllern, die modernen VR-Controllern in allen Belangen unterlegen sind. Trotz vergleichbar schwacher Technik, die nur mit einem kleinen Update 2018 aktualisiert wurde, und der gewöhnungsbedürftigen Steuerelemente wurde das Headset bisher über fünf Millionen Mal verkauft. Damit ist es weiterhin das mit Abstand kommerziell erfolgreichste VR-Headset auf dem Markt. (aam, 6.8.2021)