Die Deutsche Wohnen ist der größte Privatvermieter in Berlin.

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Bochum/Berlin – Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hat grünes Licht von der Finanzaufsicht Bafin für ein erneutes Angebot zur Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen erhalten. Die Bafin habe die erforderliche Befreiung von der einjährigen Sperrfrist erteilt, teilte Vonovia am Donnerstag mit.

Die Befreiung galt als Formsache, nachdem der Deutsche-Wohnen-Vorstand dem neuen Anlauf zugestimmt hatte. Die Sperre soll börsennotierte Unternehmen vor einem unerwünschten "Dauerfeuer" eines Bieters schützen.

Vonovia war im Juli mit seinem vorherigen Angebot an der Mindestannahmeschwelle für die Übernahme von 50 Prozent gescheitert. Daraufhin hatte der Konzern angekündigt, einen weiteren Anlauf, den inzwischen dritten, zu unternehmen. Vonovia will dazu den Übernahmepreis um einen Euro auf 53 Euro je Aktie aufstocken. Das neue Angebot soll laut Vonovia noch im August vorgelegt werden und bis Ende September oder Anfang Oktober laufen.

Besitzt 415.000 Wohnungen

Das Übernahmeangebot wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen unterstützt. Vonovia mit Sitz in Bochum besitzt Stand Ende März knapp 415.000 Wohnungen, davon gut 354.000 in Deutschland. Die Deutsche Wohnen ist der größte Privatvermieter in Berlin: Rund 114.000 der insgesamt mehr als 155.000 Wohnungen stehen im Großraum der deutschen Hauptstadt.

Vonovia erwartet den Vollzug der Transaktion für Ende September oder Anfang Oktober. Beim kürzlichen Übernahmeversuch hatte Vonovia sich nur 47,6 Prozent der Aktien sichern können. Seitdem hat der Konzern seinen Anteil am Konkurrenten auf knapp 30 Prozent aufgestockt. Vonovia-Chef Rolf Buch ist deshalb zuversichtlich, diesmal Erfolg zu haben. "Die Latte liegt deutlich niedriger", hatte er gesagt.

In Österreich gehören die Buwog und Conwert zu Vonovia. (APA, 5.8.2021)