Der Manager der Vonovia sieht eine erfolgreiche Übernahme als wichtig für die "gesamte deutsche Bevölkerung".

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Düsseldorf – Vonovia-Chef Rolf Buch will bei einem Scheitern seines neuen Übernahmeversuchs für den Konkurrenten Deutsche Wohnen keinen weiteren Anlauf starten. "Entweder es klappt jetzt, oder es klappt nicht", sagte Buch am Freitag in einer Telefonkonferenz. "Das ist das letzte Angebot." Vonovia wolle auch kein Pflichtangebot für den Konkurrenten durch ein Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle auslösen.

Vonovia will das neue öffentliche Offert an die Aktionäre der Deutschen Wohnen noch im August vorlegen. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat am Donnerstag den Weg dafür freigemacht. Vonovia bietet nun 53 Euro je Aktie für den kleineren Rivalen – insgesamt mehr als 19 Milliarden Euro. Der letzte Übernahmeversuch war Ende Juli gescheitert.

"Gute Lösung"

"Das neue Angebot ist eine gute Lösung", warb Buch. Jetzt komme es darauf an, dass genug Aktien eingereicht würden, damit Vonovia die erforderliche Schwelle von 50 Prozent der Deutsche-Wohnen-Anteile überspringen könne. Vonovia werde sich dabei von einzelnen Aktionären nicht unter Druck setzen lassen. "Wohnungsunternehmen eignen sich nicht für kurzfristige Spekulationen", unterstrich er. Stabile und langfristige Aktionärsstrukturen lägen im Interesse der Wohnungsunternehmen. "Unser Geschäft ist nicht geeignet für kurzfristige Spekulation", sagte er. Bei der Deutschen Wohnen gebe es aber kurzfristig orientierte Aktionäre: "Das verträgt sich nicht mit der deutschen Wohnungswirtschaft." Die Berliner bräuchten einen langfristig orientierten Investor wie Vonovia. Der Erfolg des Übernahmeangebotes der Vonovia liege deshalb "im Interesse der gesamten deutschen Bevölkerung", sagte der Manager. (Reuters, 6.8.2021)