Aktuell bietet Amazon Kunden zehn Dollar Rabatt, wenn sie ihr Bankkonto mit ihrem Amazon-Account verbinden.

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Seit einiger Zeit ist es möglich, in einigen von Amazons Supermärkten in den USA die eigene Handfläche zu scannen. Auf diese Weise will die Firma Nutzerinnen und Nutzer dazu bewegen, kontaktlos zu zahlen, indem man sich anhand seines Abdrucks identifiziert. Drei US-Senatoren, darunter ein Republikaner und zwei Demokraten, finden das fragwürdig – und befragten den Chef des Unternehmens über einen Brief. Sie brachten ihre Bedenken zum Datenschutz zum Ausdruck und wollten wissen, wie Amazon die Daten für Tracking und Werbezwecke nutzt.

Amazon: Daten sicher

Das Unternehmen selbst gab bei der Einführung der Scans an, dass es sich bei dem System um eine sichere Methode handle, bei der Nutzerdaten geschützt würden. Nicht genug für die Senatoren – denn im Gegensatz zu anderen biometrischen Angeboten wie Face ID von Apple oder Touch ID von Samsung würde Amazon die Daten nicht lokal auf dem jeweiligen Gerät speichern, sondern sie in die Cloud laden, wodurch "einzigartige" Sicherheitsrisiken entstehen würden.

Aktuell bietet Amazon Kunden zehn Dollar Rabatt, wenn sie ihr Bankkonto mit ihrem Amazon-Account verbinden. Das Unternehmen wollte die Fragen der Senatoren bisher nicht öffentlich kommentieren und verweist stattdessen auf einen Blogeintrag, der verfasst wurde, als biometrische Scans im vergangenen Jahr gestartet wurden. (red, 15.8.2021)