Demonstrationen im Westjordanland nach Israels Antiterroroperation.

Foto: AP / Majdi Mohammed

Ramallah – Bei einer israelischen Anti-Terror-Operation im besetzten Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Männer getötet worden. Wie die israelische Grenzpolizei am Montag mitteilte, waren Sicherheitskräfte in ein Flüchtlingscamp in Jenin eingedrungen, um eine Person wegen mutmaßlicher Terroraktivitäten festzunehmen. Dabei seien die Grenzpolizisten massiv beschossen worden, hieß es. Die Sicherheitskräfte hätten das Feuer der Angreifer erwidert.

Es habe keine Verletzten auf israelischer Seite gegeben. Nach palästinensischen Angaben wurden die Männer von Scharfschützen erschossen. Israelische Medien berichteten von vier getöteten palästinensischen Angreifern.

Schokoriegel zur Terrorfinanzierung

Am Montag haben israelische Behörden nach eigenen Angaben außerdem wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung 23 Tonnen Schokoladenriegel auf dem Weg in den Gazastreifen beschlagnahmt. Für den Verkauf der Schokoladenriegel seien Mitglieder der islamistischen, im Gazastreifen herrschenden Hamas verantwortlich gewesen. Verteidigungsminister Benny Gantz habe die Maßnahme genehmigt, weil entsprechende nachrichtendienstliche Informationen vorgelegen seien, bestätigte eine Sprecherin des Ministers am Montag. (APA, 16.8.2021)