Symbolbild eines Akkupacks.

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Eine Energiedichte von 560 Wattstunden pro Kilogramm soll eine neuartige Lithium-Metall-Batterie bieten – so bewarb das deutsche Helmholtz-Institut vor kurzem seine neue Batterie. Wie "Golem" in einer Recherche berichtet, stimmt das so allerdings nicht ganz – denn anders als die Pressemitteilung relativiere der wissenschaftliche Artikel dazu bereits, dass nicht alle notwendigen Teile der Batterie dabei einbezogen worden seien. Eher gehe es nur um das kombinierte Gewicht von Kathode und Anode.

Übertrieben

Dazu komme, dass die Batterie viel zu viele Ressourcen verbrauche: Denn die Anode, die Elektronen aufnimmt, habe von Beginn an circa 25-mal so viel Lithium umfasst, wie bei einem Ladevorgang gespeichert wird, teilweise noch viel mehr. Bei dem Versuch ging es vor allem darum zu prüfen, ob bestimmte Stoffe besser miteinander funktionieren – konkret, ob eine Kathode mit einem Elektrolyt einer bestimmten Flüssigkeit funktioniert. Dieses Elektrolyt würde, so das Ergebnis, mit bestimmten Anoden besser reagieren. In der Pressemitteilung werde aber übertrieben dargestellt, dass es sich um eine Art "Wunderakku" handle. Dabei seien die erreichten Werte "Golem" zufolge nach jetzigem Stand der Wissenschaft auch ohne Übertreibung gut. (red, 18.8.2021)